15-20km, 1500m-2000m, 2021, 8h+, Japan 200, Yamanashi, Yamanashi 100

Mitsutoge-yama / 三ツ峠山

Mitsutoge-yama 三ツ峠山, oder oft einfach nur Mitsutoge 三つ峠 genannt, ist ein beliebter Berg unweit vom Fuji-san in der japanischen Provinz Yamanashi 山梨県. Der einfache Zugang mit oeffentlichen Verkehrsmitteln, die relativ einfache Route, sowie die formidable Aussicht auf das Umland macht den Berg besonders beliebt bei Wanderanfaengern und Familien. Besteigen kann man den Mitsutoge von mehreren Seiten. Die einfachste Moeglichkeit ist sicherlich bis zum Bahnhof Mitsutoge 三つ峠駅 auf der Fujikyu Line 富士急行線 zu fahren und von dort zu wandern. Startet man von dieser Seite und kehrt auch diesen Weg wieder zurueck, so ist die Wanderung in 5h zu schaffen.

Auf dieser Seite findet man die beliebtesten Wege hoch zum Mitsutoge-yama (nur Japanisch)

Ich entschloss mich jedoch die komplette Traverse von der Sasago Station 笹子駅 zu unternehmen, welche ueber den Honjaga-maru 本社ヶ丸 und ein paar weitere Berge auf der Ridgeline rueber zum Mitsutoge-yama fuehrt. Dieser Weg ist bedeutend laenger und hat hat ca. 9.5h gedauert (mit wenigen und kurzen Pausen). Der Vorteil von der Route ist, dass man nicht die gleiche Strecke zurueck wandern muss und trotzdem sowohl Anfang (Sasago Station 笹子駅) als auch Ende (Mitsutoge Station 三つ峠駅) an einer Bahnstation hat. Ich kann die Route nur allen empfehlen, vorausgesetzt man bringt ein wenig Kondition mit.

Zurueck zum Mitsutoge-yama. Der Berg besteht, wie der Name bereits sagt, aus 3 Bergpaessen (jp. Touge 峠). Dementsprechend findet man auch multiple Spitzen vor, namentlich Kinashi-yama 木無山, Kaiun-zan 開運山, Osutaka-yama 御巣鷹山 heissen, welche fast alle mit Funktuermen ausgestattet sind, wohl wegen der guten Lage und der Altitude ueber 1700m. Der hoechste der drei Spitzen ist der Kaiun-zan und zugleich auch ein beliebter Fuji Photospot. Zwischen den Spitzen gibt es auch eine kleine Berghuette “Shiki no Rakuen” 四季楽園, in der man Essen und Trinken bekommt. Weiterhin sind die Felsenwaende unterhalb des Kaiun-zan beliebt als Kletterfelsen. Alles in allem ist der Hike zum Mitsutoge-yama sehr zu empfehlen, egal fuer welcher Route man sich entscheidet. An einem sehr sonnigen Novembersonntag, als ich dort unterwegs war, blieb es auch relativ leer auf dem Gipfel. Ich sah maximal 6 Leute gleichzeitig oben, was mir fuer ein solch beliebten Berg in Japan als aeusserst wenig erscheint.

Hoehe: Mitsutoge-yama 三ツ峠山 (Kaiun-zan 開運山: 1785m・Osutaka-yama 御巣鷹山: 1775m・Kinashi-yama 木無山: 1732m)
Laenge: 15km~
Dauer:5h~
Anfahrt: Mitsutouge Station 三つ峠駅 auf der Fujikyuko-Line 富士急行線 oder als laengere Traverse von Sasago Station 笹子駅 auf der JR Chuo Line JR中央線
GPX: GPX Track
15-20km, 1500m-2000m, 2021, 8h+, Yamanashi, Yamanashi 100

Honjagamaru / 本社ヶ丸・Seihachi-yama / 清八山

Nachdem ich bereits 11 der 12 beruehmten Fuji-Sichten der Stadt Otsuki besucht habe, fehlte mir nur noch eine Station: Der Honjagamaru 本社ヶ丸 bzw. der Seihachi-yama 清八山. Beide Bergspitzen gelten als beruehmter Aussichtspunkt Nummer 12. Und tatsaechlich ist die Sicht fast gleich, da die beiden Berge relativ nah beieinander liegen.

Der einfachste Zugang ist von der Station Sasago 笹子駅 auf der JR Chuo Main Line JR中央本線, ca. 2.5h von Tokyo entfernt. Ich war bereits mehrmals schon and dieser Station um die umliegenden Berge zu besteigen. Der Honjagamaru ist wohl der letzte Berg fuer mich den man von dieser Station erreichen kann. Und so ging es einmal mehr mit der ersten Bahn frueh morgens an einem sonnigen November-Sonntag in Richtung Yamanashi Prefektur. Gegen 7 Uhr morgens an der Station angekommen, ging es auch schon direkt los. Der Weg fuehrt zunaechst rechts entlang ein wenig an den Schienen entlang, bis ein kleines Schild den Eingang des Wanderpfades auf der linken Seite markiert. Danach geht es relativ steil rechts ab (den Weg habe ich im Vorjahr zunaechst nicht gesehen und bin geradeaus einen anderen Weg gelaufen). Ab hier geht es fuer eine ganze Weile sehr Steil nach oben. Das mag ein wenig anstrengend sein, aber dafuer geht es schnell nach oben. Nach einer Weiel erreicht man den ersten Gipfel des etwas unbekannteren Niwahora-yama 庭洞山 auf 1000m.

Nach der naechsten Steilen Etappe dann schlieslich erreiht man den Tsunotogi-yama 角研山, ab welchem man auf der Ridgelien angekommen ist. Von hier aus kann man bereits den Honjagamaru sehen auf der rechten Seite. Wandert man die Ridgeline nun rechts entlang kommt man sehr bald auf die erste freie Flaeche mit einem grossen Strommast, von der man eine gute Sicht auf den Mitsutoge-yama auf der linken Seite sowie die Berge noerdlich von Sasago Station auf der rechten Seite hat. Von hier aus dann weiter entlang der Ridgeline und nach ca einer halben Stunde erreicht man auch schon den Gipfel das Honjagamaru. Der leicht felsige Gipfel ist relativ frei und man hat eine gute Sicht auf den Mitsutoge-yama mit seinen markannten Antennen, Fuji-san, die japanischen Alpen, sowie im Norden das Yatsugatake Gebirge. Faszinierend fand ich, dass an dem Tag an dem ich dort war so gut wie niemand anders dort war. Erst nach einer ganzen Weile kam ein anderer aelterer Japaner auf dem Gipfel an, von er anderen Seite.

Hat man sich genug ausgerueht, geht es weiter ueber die Ridgeline zum benachbarten Seihachi-yama, von dessen Gipfel es auch eine sehr gute Fuji-Sicht gibt. Allerdings ist der Gipfel auf die anderen Seiten nicht so frei. Von hier aus kann man wahlweise ueber Sasago wieder absteigen (ueber eine parallel Route), oder wie ich es gemacht habe, weiter die Ridgeline zu wandern bis hinueber zum Mitsutoge-yama. Steigt man nach Sasago Station ab so wuerd ich 6h+ einplanen, bei der Ueberquerung hinueber zum Mitsuotge-yama habe ich insgesamt 9.5h gebraucht.

Hoehe: Niwahora-yama 庭洞山: 1000m, Tsunotogi-yama 角研山: 1377m, Honjagamaru 本社ヶ丸: 1630m, Seihachiyama 清八山: 1592m
Dauer: 6-7h (9-10h bei Ueberquerung zum Mitsutoge-yama)
Laenge: ~15km
Anfahrt: Sasago Station 笹子駅 auf der JR Chuo Main Line JR中央本線
GPX: GPX Track
10-15km, 1500m-2000m, 2021, 5-8h, Japan 100, Kanto 100, Tochigi, Vulkane

Chausu-dake (Nasu-dake) / 茶臼岳(那須岳)

Honshu 本州 ist voller aktiver Vulkane. Das habe ich frueher auch nicht so gewusst aber selbst als Tagestrip aus Tokyo kann man viele aktive Vulkane besuchen und auch besteigen. Einer davon ist der Nasu-dake 那須岳 im Norden der Praefektur Tochigi 栃木県. Da diese Praefektur nicht direkt an Tokyo grenzt, sollte man, wenn man es als Tagestrip aus Tokyo plant, die Anreise mit dem Shinkansen planen. Man kann relativ bequem mit dem Shinkansen aus Tokyo direkt nach Nasu Shiobara 那須塩原 fahren und dann von dort entweder mit einem Bus weiter oder mit dem Auto. Ich hatte mich dafuer entschieden einen Mietwagen zu nehmen und so bin ich direkt mit dem ersten Shinkansen aus Tokyo hoch nach Nasu-Shiobara, frueh morgens um 8 das Auto geholt, und direkt die knappe Stunde zum Berg gefahren. Und eines kann ich sagen. Ich haette keine Minute spaeter da sein sollen. Die Parkplaetze an der Ropeway station waren schon komplett dicht. Die nun ankommenden Autos haben sich auf der Bergstrasse gestaut, und mussten so lange warten bis welche den Parkplatz verlassen. Und das kann dauern. Da der Nasu-dake ein hyakumeizan ist, und auch relativ einfach zu erreichen ist, sollte man sich hier besonders an Wochenenden und Feiertagen auf viele, viele Menschen einstellen. Ich hatte da noch etwas glueck, denn vor mir waren nur ein paar weitere Autos die gewartet haben, so konnte ich nach 15 Minuten dann schon ein Parkplatz einnehmen. Jede Minute spaeter haette den Trip jedoch wertvolle Zeit gekostet. Sollte ich nochmal herkommen, dann wuerd ich entweder unter der Woche kommen, oder wahrscheinlich den Bus von Nasu-Shiobara nehmen.

Der Berg wird oft einfach nur als Nasu-dake 那須岳 bezeichnet. Wie so oft in Japan ist das ein wenig irrefuehrend, denn Nasu-dake steht fuer das komplette Vulkangebirge, welches aus mehreren Spitzen besteht, darunter auch dem Chausu-dake 茶臼岳, dem Asahi-sake 朝日岳, sowie dem Sanbonyari-dake 三本槍岳 (hoechster Punkt auf dem Gebirge). Der naechste Gipfel vom Chausu-dake ist der Asahidake 朝日岳, welchen die meisten zusammen mit dem Chausu-dake besteigen. Sowohl Asahi-dake 朝日岳 als auch Chausu-dake 茶臼岳 sind beliebte Bergnamen in Japan und wenn man nach ihnen sucht, sollte man immer Toshigi oder Nasu-dake im Search-String haben, sonst wird man womoeglich zu anderen Bergen mit dem gleichen Namen und gleichen Kanji gefuehrt.

Die wohl einfachste Route nach oben startet an der Nasu Ropeway Station 那須ロープウェイ山麓駅. Dort ist auch einer der groesseren Parkplaetze in der Naehe (ein andere ist ein bisschen weiter hinten am Trailhead und ein anderer ein wenig weiter unten, aber in Laufreichweite). Von dort kann man wahlweise mit der Ropeway in die Naehe des Gipfels oder zu Fuss hoch. Da ich unter Zeitdruck stand, habe ich die Ropeway genommen, aber ich muss sagen, dass dies nicht unbedingt noetig ist. Der Weg nach oben ist nicht so weit (ca. 1h) und auch nicht so schwer, und die Ropeway faehrt auch nur 5 Minuten und ist dafur relativ teuer (1800 Yen Round Trip). Oben angekommen ist es dann nurnoch ca 20 Minuten zu Fuss zum Gipfel. Da es sich um ein Vulkankrater handelt, ist der Gipfel an sich sehr felsig, also sollte man bei Schnee und Regen etwas aufpassen. Als ich dort hoch bin war es Ende Oktober und oben lag bereits Schnee und durch die Winde war es auch sehr kalt obwohl es im Tal durch das gute Wetter relativ mild war. Man sollte also wie immer auf alles gefasst sein. Oben findet man dann ein Torii 鳥居, den Nasudake Gipfelschrein 那須岳神社, sowie die Gipfelmarkierung den Chausu-dake 茶臼岳. Die Aussicht von oben ist phaenomenal. Danach kann man einmal den Krater umrunden und weiter Richtung Asahi-dake 朝日岳 wandern. Hierzu muss man zunaechst wieder etwas absteigen, an einem Pass und einer Berghuette vorbei, und dann auf der anderen Seite wieder hoch. Die Landschaft ist typisch Vulkan mit schoen farbigem Sand und felsigen Klippen. Es gibt eine kurze Klettereinlage mit Eisenketten zur Hilfe aber nichts schwieriges. Vom Asahi-dake hat man eine tolle Sicht auf den Chausu-dake. Danach kann man entweder den Weg wieder zurueck, oder falls noch Zeit besteht, weiter bis zum Sanbonyari-dake und zurueck.

10-15km, 1500m-2000m, 2021, 3-5h, Akita, Japan 200, Tohoku 100, Vulkane

Akita-komagatake / 秋田駒ケ岳

Der Akita Komagatake ist sowohl ein aktiver Vulkan, als auch der hoechste Punkt der Praefektur Akita.

Name: Akita-komagatake 秋田駒ケ岳, Komagatake 駒ケ岳
Hoehe: Oname-dake 男女岳: 1,637m, O-dake 男岳: 1,623m, Me-dake 女岳: 1,512m
Laenge:
Dauer:
Anfahrt:
GPXGPX Track
<10km, 1-3h, 1500m-2000m, 2021, Iwate, Tohoku 100

Yakushi-dake / 薬師岳

Der Yakushi-dake 薬師岳 ist mittelhoher Berg unweit des beruehmten Hayachine-san. Der Trailhead ist sogar an der gleichen Stelle wo auch der beliebteste Weg zum Hayachine-san anfaengt, an der Odagoshi 小田越 Station. Wie man nach Odagoshi kommt ist im Post zum Hayachine erklaert. Von Odagoshi geht es ziemlich gerade aus auf den Berg, das erste Stueck durch einen Wald mit mittelstarkem Anstieg, bis es spaeter etwas felsiger wird und man auch mal eine Eisenleiter nehmen muss. Zwischendurch kann man ab und an durch das Dickicht den Hayachine-san erblicken. Nach gut 40 Minuten durchbricht man dann schon die Baumgrenze und kurz danach ist man auch schon auf dem Gipfelplateau. Von dort noch einen 10 minuetigen Weg geradeaus/leicht erhoeht, bis man den Gipfel erreicht. Bei gutem Wetter hat man von der Spitze auf 1645m eine tolle Sicht auf das Umland sowie den Hayachine-san, der gleich nebenan ist.

Name:Yakushi-dake 薬師岳
Hoehe: 1645m
Dauer: 2h
Laenge: ~4km
Anfahrt: Mit dem Auto bis zum Kawahara-no-bo Parkplatz 河原の坊駐車場 und von dort bis zu Odagoshi Trailhead 小田越登山口 laufen
GPX:GPX Track