<10km, 1-3h, 1000m-1500m, 2022, Hokkaido

Higashi-nupukaushi-nupuri / 東ヌプカウシヌプリ

Es gibt Bergnamen die lassen sich einfach aussprechen, und es gibt solche, die auf der Ainu Sprache basieren. In Hokkaido, der Praefektur die frueher von den Ainu bewohnt wurde, gibt es eine ganze Reihe von Bergnamen die nie ins Japanische uebersetzt wurden. So auch der Higashi-nupukaushi-nupuri 東ヌプカウシヌプリ. Der Name bedeutet soviel wie “Berg ueber dem Feld/der Ebene”, gemeint ist damit die Tokachi Ebene, ein grosses Stueck Flachland, inmitten dessen auch die Stadt Obihiro 帯広 liegt. Und tatsaechlich kann man den Higashi-nupukaushi-nupuri sehr gut sehen, wenn man von der Tokachi Ebene kommt. Der Berg selbst befindet sich am Rande des groessten Nationalparks Japans, dem Daisetsuzan National Park 大雪山国立公園 in der Mitte Hokkaidos. Der Park ist riesig und es gibt viele vulkanische Gebirgsgruppen, die dort die Bergmassive bilden. Der Higashi-nupukaushi-nupuri gehoert zu den Bergen am Shikaribetsu-ko 然別湖, dem hoechstgelegenen Vulkansee Japans. 

Der Higashi-nupukaushi-nupuri liegt dabei ein wenig im Schatten seines groesseren und bekannteren Nachbarns, dem Hakuun-zan (ein Hokkaido 100 Berg). Dass er weniger bekannt ist liegt sicherlich daran, dass die Sicht vom Gipfel weitaus weniger beeindruckend ist als die seines Nachbarns. Allerdings muss ich sagen, dass ich den Aufstieg durch den dichten Wald und die sehr angenehme Zeit zum Besteigen von ca. 1h bis zum Gipfel sehr positiv fand. Der Parkplatz zum Eingang des Wanderweges liegt direkt an einer Strasse die zum Shikaribetsu-ko fuehrt, am sogenannten Shirakaba-Pass 白樺峠 (dt. “Pass der Japanischen Weissbirke”). Dort befindet sich auch eine Bushaltestelle, allerdings sollte man im Vorfeld die Zeiten studieren, da der Bus dort nicht so oft faehrt. Fuer alle die mit dem Auto anreisen gibt es links und rechts von der Strasse genug Platz fuer geschaetzte 20-30 Autos. 

Vom eigentlichen Gipfel kann man leider nichts gut sehen, da er bewachsen ist. Jedoch kann man auf die Tokachi Ebene blicken, wenn man noch ein wenig weiter hinter den Gipfel laeuft. Ausserdem gibt es noch ein steiniges Gebiet ca. 5 Minutem hinter dem Gipfel, das von Berghasen ナキウサギ (dt. “Pfeifhasen”) bewohnt ist, so dass man, wenn man Glueck hat, dort einige antreffen kann. Ich habe von diesem Ort nur durch Zufall erfahren. Eine junge Frau kam mir entgegen und fragte ob ich bereits die Hasen gesehen haette, denn sie hat gleich 2 erblickt. Danach schickte sie mich die 5 Minuten weiter, wo ich aber dann allerdings kein Glueck mehr hatte. Nunja, zurueck zum Gipfel und nach ca. 40 Minuten war ich auch schon wieder unten. Alles in allem ein netter Halbtages-Hike.

Name:Higashi-nupukaushi-nupuri・東ヌプカウシヌプリ
Hoehe:1252m
Dauer:2h
Laenge:3km
Anfahrt:Shirakaba-Pass 白樺峠
GPX:GPX Track
<10km, 1000m-1500m, 2022, 5-8h, Hokkaido, Hokkaido 100

Hakuun-zan / 白雲山

Von allen Praefekturen Japans ist Hokkaido meine Lieblingspreafektur. Nicht nur weil die Temperaturen dort sehr angenehm sind (wie in Mitteleuropa), oder ich dort waehrend meines ersten Japan Aufenthalt bereits einmal gelebt habe, sondern auch weil die Natur dort an vielen Orten noch nicht von den Menschen erobert wurde und auch weil es dort wunderschoene Vulkane und Bergketten gibt. 

Im vergangenem Jahr bestieg ich den hoechsten Berg Hokkaidos, welcher im Herzen des Daisetsuzan National Parks 大雪山国立公園 liegt, relativ mittig in Hokkaido. Der Park ist enorm gross und es gibt auf allen Seiten gute Wandermoeglichkeiten. Diesmal kam ich von der anderen Seite (der Tokachi Ebene) und suchte nach einem interessanten Tagesausflug nicht allzu weit von Obihiro 帯広. Auf der Karte habe ich gesehen dass man relativ einfach von Obihiro an den suedoestlichen Teil des Daisetsuzan Gebirges kommt. Dort liegt der Shikaribetsu-ko 然別湖, der hoechste Vulkansee Japans, umgeben von mehreren Bergen. Von diesen Erhebungen ist der Hakuun-zan 白雲山 wohl der bekannteste. (Nicht zu verwechseln mit dem Hakuun-dake白雲岳, welches ebenfalls eine bekannte Spitze im Daisetsuzan Gebirges ist, jedoch ein wenig weiter nordwestlich.). Der “Berg der weissen Wolken”, so der Name des Berges auf Deutsch, liegt dabei direkt am Shikaribetsu-ko. Der Beginn des Wanderweges liegt direkt am See, an einer kleinen Waldstrasse deren Eingang sich von der Hauptbergstrasse, wenn man von der Obihiro-Seite kommt, direkt am Anfang des Shikaribetsu-ko befindet. Hat man den Eingang gefunden, so befindet sich dort ein Parkplatz, der allerdings nicht zu vielen Autos Platz bietet (geschaetzte 20). Es befinden auch zwei Portable Toiletten-Kabinen dort. (Tip: ca. 3km weiter die Bergstrasse runter befindet sich der Ogigahara Aussichtspunkt 扇ヶ原展望台, auf dessen Parkplatz es bessere Toiletten gibt)

Ist man startbereit, so geht es direkt vom See nach oben durch den Wald. Nach ein paar Metern kommt man an eine Kreuzung. Man kann wahlweise geradeaus gehen am see entlang (und spaeter von der anderen Seite auf den Berg) oder rechts hinauf den direkten Weg nach oben. Ich entschied mich, direkt nach oben zu gehen und musste merken, dass der Anstieg sehr schnell steil nach oben ging. Nach etwas mehr als einer Stunde kommt man an eine weitere Kreuzung, wo man wahlweise noch ueber den Rechts abgehenden Weg einen Abstecher zum Ganseki-san 岩石山 machen kann oder den linken Weg direkt hoch auf den Hakuun-zan. Zum Gipfel sind es von dort aus nur noch 10 Minuten. Allerdings word es schnell sehr felsig und schnell wird klar, dass der Gipfel aus einer Ansammlung von Felsbrocken besteht. Oben angekommen wird man mit einer unglaublich guten Sicht auf den Shikaribetsu-ko und den umliegenden Bergen belohnt. Der Vulkansee offenbahrt ein schoenes Naturblau und an sonnigen Tagen ist der Blick wirklich atemberaubend. Auf der anderen Seite kann man an hellen Tagen ueber die Tokachi Ebene bis zum Meakan-dake blicken. In den Bergen der Gegend gibt es Berghasen ナキウサギ (dt. “Pfeifhasen”) die dort ansaessig sind, besonders in den steinigen Gegenden. Ich habe zwar keine gesehen als ich oben war, aber ein anderer Wanderer hat mir ganz euphorisch davon erzaehlt, dass kurz vorher mehrere Hasen dort gesichtet wurden. 

Fuer den Abstieg kann man auf der anderen Seite den Weg nach unten nehmen. Ich fande den Abstieg sehr steil und den Wehmg relativ zugewachsen. So dass man ein wenig aufpassen muss wo man hintritt. Nach einer weil kommt man in einen Beegpass, wo man wahlweise noch auf den benachbarten Tenbou-zan 天望山 (“Berg, der gen Himmel blickt”) hochsteigen kann, oder direkt nach unten zum See und am Wasser zurueck zum Parkplatz. Ich entschied mich den Weg ueber den Tenbou-zan zu nehmen. Dies waren noch einmal 300 Hoehenmeter wieder nach oben. Nachdem ich einer Wanderin ihre verlorenen Handschuhe gefunden und hinterhergetragen habe (jeden Tag eine gute Tat!), und sie ueberholt hatte, war ich nach einer kirzen Weile schon oben. Der Gipfel des Tenbou-zan ist dabei weniger spektakulaer als der seines grossen Nachbarn. Der Gipfel ist nicht offen, und so kann man nur in Richtung Shikaribetsu-ko blicken. Auf dem Rueckweg entschied ich mich, den Abstieg auf der anderen Seite zu nehmen, mit dem Plan dann am Seeufer wieder zurueck zum Parkplatz zu laufen. Dabei muss ich sagen dass der Abstieg auf der Seite nicht allzugut ausgeschildert ist. Ich habe einmal den falschen Weg erwischt und befand mich auf einem absolut unschoenen Abstieg durch moosbewachsene Wege und mit umgefallenen Baeumen versehte Waldstuecke. Schnell begriff ich, dass dies nicht der Weg sein kann und dank GPS habe ich dann den eigentlichen Abstiegsweg wieder gefunden. Dieser war auch auf dem offiziellen Weg sehr muehsam. Unten angekommen geht es dann eine Weile geradeaus, bis man schliesslich an das Ufer des Shikaribetsu-ko kommt. Auf dem Weg habe ich zwei Paddelboote gesehen, das scheint ein beliebter Sport auf dem See zu sein. Der Weg von dort am Wasserrand durch den Wald zurueck zum Parkplatz ist eben und extrem angenehm. Wenn man beide Berge mitnehmen will, sollte man 5.5h Stunden einplanen. 

Name:Hakuun-zan 白雲山 / 天望山 Tenbou-zan
Hoehe:1187m (Hakuun-zan) / 1174m (Tenbou-zan)
Dauer:5-6h
Laenge:9km
Anfahrt:白雲山・天望山・東雲湖 トウマベツ登山口
GPX:GPX Track
<10km, 1000m-1500m, 2022, 3-5h, Japan 300, Kagoshima, Kyushu 100

Oonogara-dake / 大箆柄岳 (Takakuma-yama / 高隈山)

Kagoshima hat neben den ueblichen Verdaechtigen (Kirishima, Kaimon, sowie YakushimaI) auch eine ganze Reihe von Wandermoeglichkeiten. Eine davon ist der Onogara-dake 大箆柄岳, seines Zeichens einer der 300 auserwaehlten Berge Japans 三百名山 und auch der hoechste Punkt des Takakuma Gebirges 高隈山地. Als ich einmal in Kagoshima war, wollte ich den Berg einmal besteigen. Leider haette mir ein bedrohlich naher Taifun, der bereits in RIchtung Kagoshima unterwegs war und wo der Einfluss schon zu spueren war, fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gegen alle Vernunft, habe ich es trotzdem versucht und bin, als ich an einem Sonntag in Kagoshima war, mit dem Mietwagen vom Kagoshima Airport zum Onogara-dake gefahren. Auf dem Weg hat es bereits angefangen ordentlich zu schiffen und ich waere fast umgedreht, so stark war es zwischenzeitlich. Aber ein kurzer Blick auf den Wetterbericht zeigte, dass es ein paar Stunden Zeitfenster an dem Tag gaebe, die wohl ohne Regen sind. Und so fuhr ich demnaechst Richtung Eingang des Wanderweges. Dieser liegt ungefaehr 1.5h-2h vom Kagoshima Airport entfernt und die letzten 30 Minuten sind zu fahren auf einer teilweise sehr engen, sehr sehr unebenen, und sehr kurvigen Bergstrasse. Teilweise muss man dort schon aufpassen, dass man mit einem normalen Auto sich nicht den Boden aufschrammt. Also lieber vorsichtig fahren. Angekommen am Eingang des Wanderweges das Auto geparkt und los ging es.

Man kann den Onogara-dake von mehrern Seiten besteigen. Ich entschied mich fuer den Aufstieg ueber den sogenannten Tarezakura Course 垂桜コース. Dieser beginnt direkt auf der Bergstrasse und dort ist auch nicht viel Platz fuer Autos zu parken vielleicht 5-6 Autos passen dort hin wuerd ich schaetzen. Am Tag als ich dorrt ankam, hatte ich den Berg fuer mich alleine, wahrschienlich weil niemand anderes so verrueckt ist, bei drohendem Taifun den Berg zu besteigen. Vom Eingang geht es zunaechst relativ geradlienig entlang durch den Wald, bis man ein wenig mehr Steigung fuehlt. Dies wird dann immer steiler und es gibt auch ein paar Klettereinlagen ueber ein paar Felsen, bis man den Bergkamm erreicht. Nach ca 1-1.5 Stunden ist man dann auch auf dem Bergkamm und ab da ist es dann ein wenig einfacher, die letzen 30 Minuten noch rueber zum Gipfel zu lauen. Auf dem Weg sind mehrere Markierungen der Gyome/Stationen von 1-10, mit 10 die Endstation (der Gipfel). Als ich dort war, hat sich das Nass der Regenerguesse dort noch gestaut und ich bin auf dem Weg zum Gipfel mehrmals ausgerutscht und als ich oben ankam hatte ich buchstaeblich Nasse Fuesse. Das war nciht so schoen und ich kann nur jedem empfehlen, so eine Tour nicht direkt nach Starkregen oder waehrend staerkerem Regen zu machen. Die Ausrutschgefahr ist ziemlich gross.

Einer der Gruende warum ich auf den Onogara-dake wollte war, dass ich von einem tollen Ausblick vom Gipfel auf den Sakura-jima 桜島 gelesen habe. Am verregneten Tag als ich dort ankam, gab es natuerlich kein Ausblick, da der Berg in eine dicke Dunstschicht gehuellt war. Das war ein wenig schade aber das gehoert auch zum Bergsteigen dazu. Manchmal hat man Glueck, manchmal nicht. Alles in allem ein mittelschwerer Hike den ich dringend bei trockenem Wetter empfehlen wuerde. Wer ihn trotzdem bei nassem Wetter machen moechte, empfehle ich sehr festes und Wasserdichtes Schuhwerk. Der Abstieg gestalted sich weniger schwer und wenn man ein wenig aufpasst, ist man realtiv schnell (1.5-2h) wieder unten am Parkplatz. Nach einem anstrengendem Hike gibt es nichts besseres als ein Aufenthalt in einer heissen Quelle bzw. Onsen 温泉 in Japan. Sollte man genauso nass gewurden sein wie ich an dem Tag, kann ich das heisse Fussbad 足湯 am Kagoshima Flughafen empfehlen. Es befindet sich direkt vor dem Eingang der Departure Lobby und kostenlos.

Einer der Vorteile die man hat, wenn man in Japan oft wandern geht, ist dass man ueber allerlei interessante Kanji stoesst. So auch das “no” 箆 in Onogara-dake 大箆柄岳. Ich muss zugeben, ich habe das Kanji vorher noch nie gesehen und auch die normale Texteingabe am Computer hat diese Kanjikombination in Verbindung mit dem Bergnamen nicht inne. Im Worterbuch nachgeschaut ergibt sich, dass no 箆 fuer Spachtel/Spaten/Schaufel. Der woertliche Name des Berges ist daher “Berg/Spitze der Form einer grossen Schaufel”. Na da hoert sich Oonogara-dake aber besser an.

Name:Oonogara-dake 大箆柄岳 / Takakuma-yama 高隈山
Hoehe:1236m
Dauer:4-5h
Laenge:9km
Anfahrt:Mit dem Auto bis zum Tarezakura Tozanguchi 垂桜コース登山口
GPX:GPX Track
<1000m, <10km, 1-3h, 2022, Kanagawa

Hatake-yama 畠山 / Nyuto-san 乳頭山

Auf der Miura Halbinsel 三浦半島 gibt es viele kleinere Berge. Zu den bekannteren gehoeren der Ogusu-yama 小楠山 und der Takatoi-yama 鷹取山. Der Hatake-yama 畠山 sowie der Nyuto-san 乳頭山 sind zwei der weniger bekannteren Berge. Berge ist vielleicht ein wenig uebertrieben, denn mit ihren ca. 200m Hoehenmeter sind beide Erhebungen eher Huegel.

Als Startpunkt des Hikes wuerde ich den Bahnhof Anjinzuka 安針塚駅 auf der Keihin Kyuko Main Line 京浜急行本線, bzw einfach nur Keikyu Line 京急線 empfehlen. Er ist nicht nur der naechste Bahnhof vom Hatakeyama, sondern auch der Ort an dem ein bedeutendes Monument fuer Miura-Anjin 三浦按針 steht. Miura-Anjin ist der japanische Name von William Adams, ein britischer Schiffsnavigator, der um die 1600 in Japan gestrandet ist. Jener Zeit der sogenannten Sakoku 鎖国, in der es Auslaendern in Japan verboten war, den Boden des Reichs der aufgehenen Sonne zu betreten. Nachdem Adams mit ein paar anderen in Kyushu gestrandet war, hielt man ihn zunaechst in einem Gefaengnis, bis der damalige Shogun Tokugawa Ieyasu, sich der Information und der Talente das Mannes zunutze machte. Ueber die Zeit erlangte Adams das Vertrauen des Shoguns und erhielt verschiedene Privilegien, darunter den Samurai Status, und ein Stueck Land auf der Miura Halbinsel in der Naehe der heutigen Stadt Yokosuka 横須賀市. Das bekannte Buch “Shogun” basiert auf der Lebensgeschichte von Adams. Nach dem damaligen vertrauten auslaendischen Chefberater des Shoguns wurde schliesslich ein Ortsteil in Yokosuka 横須賀市 benannt, der besagte Bahnhof Anjinzuka 安針塚駅 (dt. Huegel von Anjin), und im sogenannten Tsukayama Park 塚山公園 (auf dem ’Huegel’) befinden sich ausserdem die Grabsteine von Adams sowie seiner japanischen Frau. Auf dem Weg zum Hatake-yama kommt man quasi am Tsukayama Park, sowie dem darin platzierten historischen Monument, vorbei.

Vom Tsukayama-Park ist es dann nicht mehr allzuweit bis zum Hatake-yama. Auf dem Weg muss man noch eine Schnellstrasse passieren, und dafuer durch einen laengeren Tunnel gehen. Der Gipfel des Hatakeyama ist nicht allzu spektakulaer, es gibt nur Sicht in eine Richtung, der Rest ist durch Baeume versperrrt. Zum Nyuto-san geht es ueber eine Weggabelung kurz vor dem Gipfel des Hatake-yama ca. 1.5km ueber den Bergkamm. Dabei muss man wissen, dass die beiden Berge nicht zu den bekanntesten Bergen der Region gehoeren, so dass es sehr gut sein kann, dass man der erste seit einiger Zeit ist, wenn man den Pfad entlang laeuft. Als ich dort langgelaufen bin, habe ich gefuehlt alle 5 Minuten ein Spinnennetz gestreift, was direkt ueber den Pfad gesponnen wurde.

Auf dem Nyuto-san angekommen hat man ein wenig Aussicht auf das Umland, inklusive der Richtung nach Yokosuka Stadt 横須賀市. Fuer den Abstieg kann man wahlweise noch weiter zum Futago-yama gehen, oder den Abstieg Richtung JR Taura Station 田浦駅 waehlen. Aufgrund des ultra-schwuelen Wetters habe ich letzteren, kuerzeren Abstieg gewaehlt, der ueber den sogenannten Taura Pflaumen Garten 田浦縁地, indem sich ein Aussichtsturm befindet sowie eine Ansammlung an Pflaumenbaeumen die im Fruehling Bluete tragen. Von dort aus ist sind es nur ca. 30 Minuten Abstieg zurueck zur JR Taura Station 田浦駅.

<1000m, <10km, 2022, 3-5h, Chugoku 100, Yamaguchi

Higashi-Houbenzan / 東鳳翩山

Mal wieder ein Bergname mit einem sehr ungewoehnlichem Kanji: Higashi-Houbenzan / 東鳳翩山. DIe Kanji fuer Houben sind so ungewoehnlich, ich kriege sie nicht einmal normal ueber die Tastatur-Eingabehilfe dargestellt. Anscheinend wurde der Berg in Ehren von Katayama Houben (片山鳳翩), einem konfuzianischen Gelehrten, benannt. Auf dem Bergkamm gibt es 2 groessere Gipfel: Den Ost-Gipfel (= Higashi-Hobenzan), sowie den West-Gipfel (Nishi-Houbenzan). Dieser Artikel beschaeftigt sich nur mit dem Ost-Gipfel, welcher auch als der Hauptgipfel gilt.

Der Higashi-houbenzan ist einer der markanten Berge in der Praefektur Yamaguchi, gelegen ein wenig noerdlich der Stadt mit dem gleichen Namen. Der wohl beliebteste Weg ist vom Futatsudou-Tozanguchi 二ッ堂登山口, in dessen Naehe es auch ein Parkplatz gibt. Ich entschied mich, ein wenig weiter noerdlich zu parken beim sogenannten Kinkei-no-taki 錦鶏の滝, dem “Wasserfall des Goldfasan”.

<10km, 1-3h, 1000m-1500m, 2022, Japan 100, Kansai 100, Shiga

Ibuki-yama / 伊吹山

Ich weiss nicht warum, aber der Ibuki-yama hat mich nicht so stark interessiert als Berg. Vielleicht ist es, weil ich gehoert habe, dass der Berg touristisch sehr ueberlaufen ist und der Gipfel des Berges zugebaut ist mit allerlei Huetten. An einem regnerischen Tag in der Naehe habe ich es dann doch gewagt einmal vorbeizuschauen. Die normale Route faengt von ganz unten an und dauert in etwa 7h. Wer den bequemen Weg nehmen will kann aber auch mit dem Auto den sogenannten Ibuki Driveway bis 15Minuten unter den Gipfel fahren. Am Tag als ich da war es sehr regnerisch und ein 8h Hike in durchgenaesstem Zustand stand nciht auf meinem Programm, so dass ich die kurze Route nach oben genommen habe. Allerdings kommt diese auch zu einem heftigen Preis (ueber 3000 Yen zur Zeit dieses Artikels). Normalerweise kann ich mir vorstellen dass der Gipfel ueberlaufen mit Menschen ist, da man vom oberen Parkplatz nurnoch 15 Minuten/100 Meter nach oben muss um auf dem Gipfel zu stehen. An besagtem Tag war das Wetter jedoch so schlecht, dass sich “nur” geschaetzt ca. 50 Leute oben auf dem Gipfelplateau aufgehalten haben. Darunter auch mehrere Gruppen.

<1000m, <10km, 1-3h, 2022, Hokkaido, Hokkaido 100

Nishibetsu-dake / 西別岳

Vor ca. 2 Jahren, in 2020 war ich bereits einmal in der Naehe und es blieb ein wenig Zeit den Mashu-dake zu besteigen. Leider reichte die Zeit damals nicht mehr fuer den Nishibetsu-dake der faktisch gleich nebenan liegt und bei ein wenig Zeit relativ einfach als eine Wanderung zusammen mit dem Mashu-dake sich verbinden laesst. Nunja, 2 Jahre spaeter, als ich wieder in der Naehe war, habe ich dies dann nachgeholt. Leider war es an dem Tag enorm regnerisch, aber ich habe gesehen, dass der Regen wohl um die Mittagszeit aufhoeren sollte, und so machte ich mich auf den Weg. Wenn man nicht von der Mashu-See Seite kommt, hat man die wahl den Hike von der sogenannten Nishibetsu-Koya (Huette) zu starten. Diese liegt auf der Westseite des Berges. Den richtigen Weg dorthin zu finden ist leider nicht so einfach. Das Navin in meinem Mietwagen hatte die kleinen Forstwege gar nicht auf der Karte, daher sollte man sich von Google Maps leiten lassen. Hat man den richtigen Weg gefunden, finet man einen relativ grossen Parkplatz vor der Huette. Dafuer dass der Berg nicht so bekannt ist und auch nicht so einfach zu erreichen ist, sollte es dort immer freie Parkplaetze geben.

Vom Parkplatz aus startet man denHike zunaechst auf ebene Terrain durch ein Waldstueck. Kuerze Zeit spaeter wird der Anstieg steiler und man befindet sichauf dem sogenannten Gaman-zaka ガマン坂 (Gaman = “Durchhalten” bzw. “Augen zu und durch!” und Saka 坂 = Hang). Das Stueck ist das kraeteehrendste des ganzen Hikes. Hat man es geschafft, sieht man ein Schild mit der Aufschrift, dass der Gaman-zaka zuende ist. Ab hier geht es moderat bergauf bis man schliesslich an eine Gabelung kommt. Geradeaus geht es in 5 Minuten zum Risuke-yama und wenn man will kann man auch noch auf den Kita-Nishibetsu-dake noch ein wenig weiter. Die Strecke muss man jedoch dann auch wieder zurueck zur Weggabelung. Geht man den anderen Weg so ist man nach ca. 20 weiteren Minuten auch schon oben auf dem Gipfel. Normalerweise sollte es dort auch sehr gute Aussichten auf das Umland, inkusive des Mashu-Sees und des Mashu-dake geben. Als ich dort war, konnte ich leider nichts sehen und es war sehr frisch/winidg. Ich entschloss mich daher relativ schnell den Weg nach unten zu starten.