<1000m, 2023, 3-5h, Fukuoka, Kyushu 100

立花山 / Tachibana-yama・三日月山 / Mikatsuki-yama

Wenn man nach Fukuoka mit dem Flugzeug aus Tokyo kommt, dann kann man beim Anflug auf den sehr zentralen Flughafen auf der linken Seite eine kleinere Bergkette sehen. Die markantesten Spitzen davon sind der Mikatsuki-yama 三日月山 sowie der Tachibana-yama 立花山. Der Tachibana-yama ist der bekanntere, einmal weil er in der Liste der 100 beruehmten Berge Kyushus auftaucht, dann weil sich dort auf der Spitze frueher mal ein bedeutendes Schloss befand, und letztendlich auch weil er die bessere Aussicht bietet. Und die ist tatsaechlich grandios. An guten Tagen kann man sehr schoen in die Bucht von Fukuoka schauen. Das gute dabei ist, dass es ein relativ einfacher Hike ist.
Am einfachsten ist es wahrscheinlich wenn man mit dem Auto direkt zu einem der mehreren Parkplaetzen um den Berg faehrt. Dort befinden sich grosse Parkplaetze und auch Toiletten. Ich entschied mich, bis zur naechsten Bahnstation zu fahren auf der JR Kagoshima Line JR鹿児島本線 und bei der Station Kashii 香椎駅 auszusteigen. Von dort laeuft man ca. 40 Minuten zu den Autoparkplaetzen rund um den Berg. Ich lief suedlich entlang und machte mich zunaechst auf, den Gipfel des Mikatsuki-yama zu besteigen. An einem groesseren Friedhof geht der Wanderweg los. Auf dem Weg sieht man bereits viele Familien und aeltere Leute.

Der Aufstieg ist dementsprechend einfach, nur stellenweise leicht steil. Oben auf dem Mikatsuki-yama gibt es eine groessere freie Flaeche, ein paar Baenke und begrenzte Sicht auf das Umfeld. Von dort geht man weiter noerdlich Richtung Tachibana-yama, welcher noch einmal 100m hoeher ist. Man kann wahlweise direkt auf den Tachibana-yama in ca. 30 Minuten oder noch einiger der mehreren Spitzen drum herum erkunden. Ich entschied mich, noch 2 kleinere Gipfel auf dem Weg zu besuchen. Allerdings muss ich sagen, dass die Wanderwege abseits der bekannten Bergspitzen teilweise weniger gut ausgebaut sind. Es war sehr steil und man brauchte teilweise staendig Seil-Support. Wieder zurueck in Richtung Tachibana-yama ist es dann nicht mehr weit. Das letzte Stueck ist noch einmal mit Treppen versehen.

Auf dem Tachibana-yama angekommen findet man einen der besten Ausblicke auf eine Stadt, die ich seit langem hatte. Absolut sehenswert. Man muesste von der Stelle auch die ankommenden Flugzeuge in dee Naehe des Fukuoka Airports sehen. Ich war nur nicht lang genug oben um mit Planespotting anzufangen. Der Berg ist sehr gut besucht und besonders an sonnigen und klaren Tagen findet man viele Leute auf dem Gipfel vor. Was ich interessant fande war, dass es auf dem Gipfel eine Art Bulletin Board gab an denen die Zeiten der Busse an den verschiedenen Seiten der Eingaenge zum Berg haengen. Sehr praktisch! Hab ich vorher noch nie gesehen auf einer Bergspitze.

Rund um den Tachibana-yama findet man immer wieder alte Ruinen der Burganlage, die dort einmal stand, aber viel ist nicht mehr uebriggeblieben. Steinmauern und aehnliches. Aber das Schloss hatte wohl eine grosse Bedeutung und strategische Position wegen des Blicks auf den Fukuoka/Hakata Hafen, daher wurde es waehrend der Sengoku Zeit schwer umkaempft. Abgestiegen bin ich auf der Route ueber den Matsuo-yama und den Shiratake-yama. Sobald man wieder unten ist, laeuft msn das restliche Stueck zurueck zur Kashii Bahnstation (ca 30min) oder nimmt einen der Busse.

<1000m, <10km, 2022, Tokyo

Hakone-Yama (Tokyo) / 箱根山(東京23区)

Wenn man an die Stadt Tokyo denkt, dann kommen einem viele Assoziationen. Viele Menschen, Neonlichter, Schnellzüge, Tokyo Tower etc. Berge gehören meist nicht zu der Liste. Dennoch gibt es innerhalb der 23 Stadtbezirke Tokyos einige Berge. Allerdings würden man bei einer Hoehe von biz zu 50m jedoch eher von Hügel sprechen. Einer dieser Erhebungen ist der Hakone-Yama im Stadtbezirk Shinjuku. Ich muss gestehen, auch nach ca. 10 Jahren in Japan habe ich noch die von diesem “Berg” gehört.

Neulich bin ich auf eine Liste der Berge von Tokyo gestossen und darunter war auch der Hakone-Yama. Kurz vor Jahreswechsel, als ich nicht viel Zeit hatte und dennoch einen Berg besteigen wollte, mache ich mich auf, diesem Berg einmal ein Besuch abzustatten. Wenn man in Tokyo lebt, kann man relativ einfach in die Nähe. Dazu nimmt man entweder die JR Linie nach Takadanobaba, die Tokyo Metro Tozai Line nach Waseda, oder die Toei-Shinjuku-Line nach Higashi Shinjuku. Alle dieser Punkte sind in etwa gleich Entfernt vom Toyama Park, in dem der Hakone-Yama liegt. Von Punkt zu Punkt sind es ca. 30-40 Minuten, die man fuer den kurzen Besuch einplanen muss.

Von Waseda Station geht man zunächst in die Richtung eines Hachiman Schreins. An der Kreuzung direkt davor, trifft man auf ein Taihaku Corner Shop, bei dem man links geht und schon sieht man den Eingang zum Toyama Park. Direkt am Anfang sieht man auch schon die Strasse genannt nach dem Berg: Hakoneyama Dori (Berg Hakone Strasse). Überquert man die Strasse, befindet man sich im Park, zunächst in der nördlichen flacheren Gegend, welche mit mehreren Freiflächen und Spielplätzen aufwartet. Ein wenig weiter südlich und eine weitere Strasse überquert sieht man dann den Weg zum Hakone Yama. Wie vorher bereits erläutert ist dr Berg eher ein Hügel und das Besteigen der paar Treppen bis auf die gut 40m ist relativ einfach. Im Dezember kann man nich die letzten Züge der Blätterverfärbung erblicken.

Oben angekommen findet man einen unspektakulären Gipfel vor. Eine Bank, jedoch keine Sicht auf das Umland. Allerdings birgt der Berg eine Geschichte. Während des Zweiten Weltkrieges war dort anscheinend ein Standort einer Einheit, welche grausame und unmoralische Experimente (wie z.B. willentliche Infektionen mit Krankheiten etc.) an Kriegsgefangene durchgeführt haben soll. Die eigentlichen Taten geschahen in den von Japan besetzen Gebieten in China, wie der Manchurei, allerdings vermutet man, dass menschliche Überreste zum Studieren nach Japan gebracht wurden, und eventuell genau in diese Einrichtung, welche. Es im Toyama Park einmal gab. Ich nehme einmal an, dass diese dunkle Geschichte aus Japan’s Vergangenheit damit zu tun hat, warum dieser Park weniger bekannt ist wie seine grossen Nachbarn, der Yoyogi Park und der Shinjuku Gyoen.

<1000m, 10-15km, 2022, 3-5h, Kanagawa

Sengen-yama・Takanosu-yama / 浅間山・鷹巣山

Ein Hike in der Naehe Tokyo’s, den ich schon laenger einmal machen wollte. Eigentlich hatte ich mir nicht viel davon erhofft. Ich wusste, dass es kaum gute Sicht auf das Umland gibt und es wohl eher ein historischer Hike wuerde. Aber ich muss sagen bei gutem Wetter ist es ein echt netter Asuflug. Der Start ist in Hakone Yumoto, was oft voll von Touristen ist, aber sobald man sich der Hauptstrasse von Hakone-Yumoto entledigt hat, kommt man in eine Gegend wo wohl die meisten Touristen sich eher nicht hinverirren. An einer Autostrasse links entlang des Weges gibt es ein sehr unscheinbaren Aufstieg zum Wanderweg hoch zum Sengen-yama. Direkt am Anfang des Weges gibt es ein Schild, dass vor Baeren warnt, und obwohl dies nicht ausgeschlossen ist, und man natuerlich immer vorsichtig sein sollte, ist die Wahrscheinlichkeit in dieser Gegend auf einen Baeren zu treffen sehr gering.

Hat man das erste Steile Stueck geschaft und ist nach 1-1.5h schliesslich oben auf der Ridgeline angekommen, so ist der Rest des Hikes relativ einfach. Der erste markannte Punkt ist die Spitze des Sengen-yama 浅間山. Der Sengen-yama hiess frueher einmal Shimo-Takanosu-yama 下鷹巣山 (dt. “untere/tiefere Takanosu-yama) bis in die Edo-Zeit, in der zu Ehren der Gottheit des Fuji-san dort ein Schrein gebaut wurde. Solche Sengen Schreine 浅間神社 gibt es ueberall in Japan und auch viele Berge die diesen Namen oder Variationen seiner Lesungen tragen (wie z.B. Asama etc.). Vom Gipfel des Sengen-yama hat man keine Freie Aussicht aber ein Tisch mit 2 Baenken, die zum Ausruhen einlaedt.

Von dort aus geht es weiter ueber den Bergkamm, zum eigentlichen Hochpunkt der Route, dem Takanosu-yama 鷹巣山. Der Berg traegt den Namen, da dort frueher das Takanosu Schloss stand, welches Odawara mit beschuetzte. Danach kann man ueber mehrere Wege absteigen. Ich entschied mich, ueber das Dorf Hata-juku 畑宿 abzusteigen, da man auf dem Weg noch an einem Wasserfall vorbeikommt, dem Hiryu Wasserfall 飛龍の滝 (dt. “Wasserfall des fliegenden Drachens”). Wenn man unten beim Ort Hata-juku wieder aus dem Berg kommt, muss man beachten, dass es ein kleines Stueck zurueck bis nach Yumoto zu Fuss ist (ca. 45m-1h), aber auf dem Weg fahren auch Busse und man kommt an einigen Busstationen vorbei, sollte man den Weg zurueck im Bus bevorzugen.

<1000m, <10km, 1-3h, 2022, Hyogo, Kansai 100

Takamikura-yama / 高御位山

Wer an Himeji denkt, assoziiert wahrscheinlich zunaechst das bekannte Schloss welches man bereits vom Hauptbahnhof erblicken kann. Fuer geuebte Wanderer in Japan ist die Gegend allerdings meist kein Begriff. Und doch gibt es einige kleinere Berge/Huegel in der Gegend, die durchaus einen Besuch wert sind. Einer dieser kleineren Berge ist der Takamikura-yama 高御位山. Mit um die 300m ist der Berg wahrlich keine hohe Erhebung, allerdings gilt er als einer der 100 beruehmten Berge in der Kansai Region. Das liegt wahrscheinlich an den offenen Sichten von oben auf Himeji und Umgebung sowie die religioese Bedeutung, denn auf dem Gipfel befindet sich, wie so oft in Japan, ein Shinto Schrein. 

Der Berg, welcher ein wenig westlich von Himeji Stadt liegt, laesst sich relativ einfach mit dem Auto erreichen. Am Anfang des Wanderweges gibt es einen mittelgrossen Parkplatz sowie eine Toilette. Von dort folgt man dem Weg, bis man auf ein Tor aus zwei Steinsaeulen trifft, das den Eingang zum Schrein/Wanderweg markiert. Der Weg an sich ist relativ gut ausgebaut, oft mit Stufen versehen, so dass man die 300 Hoehenmeter relativ einfach ueberwinden kann. Der ganze Aufstieg dauert keine Stunde und kurz vor dem Gipfel erreicht man ein groesseres Steinplataeu von dem man bereits ein super Ausblick auf die Umgebung hat. Ca. 5 Minuten weiter erreicht man dann den Gipfel und den Shinto Schrein. Fuer den hoechsten Punkt muss man noch einen Fels hinter dem Schrein erklimmen, von wo man ebenfalls eine wunderbare 180 Grad Sicht hat. 

Ich bin den Berg mit einem Bekannten aus Himeji bestiegen, als ich zu Besuch war und da ich erst Mittag in der Gegend ankam, bit sich der recht einfache Hike als Nachmittags-Sport an. Es war kurz vor Abenddaemmerung und das Ambiente sehr athmosphaerisch. Ich kann nur empfehlen, bei Interesse am Nachmittag zu gehen, denn der Berg ist ein optimaler Spot, den Sonnenuntergang zu sehen. 

<1000m, <10km, 1-3h, 2022, Kanagawa

Hatake-yama 畠山 / Nyuto-san 乳頭山

Auf der Miura Halbinsel 三浦半島 gibt es viele kleinere Berge. Zu den bekannteren gehoeren der Ogusu-yama 小楠山 und der Takatoi-yama 鷹取山. Der Hatake-yama 畠山 sowie der Nyuto-san 乳頭山 sind zwei der weniger bekannteren Berge. Berge ist vielleicht ein wenig uebertrieben, denn mit ihren ca. 200m Hoehenmeter sind beide Erhebungen eher Huegel.

Als Startpunkt des Hikes wuerde ich den Bahnhof Anjinzuka 安針塚駅 auf der Keihin Kyuko Main Line 京浜急行本線, bzw einfach nur Keikyu Line 京急線 empfehlen. Er ist nicht nur der naechste Bahnhof vom Hatakeyama, sondern auch der Ort an dem ein bedeutendes Monument fuer Miura-Anjin 三浦按針 steht. Miura-Anjin ist der japanische Name von William Adams, ein britischer Schiffsnavigator, der um die 1600 in Japan gestrandet ist. Jener Zeit der sogenannten Sakoku 鎖国, in der es Auslaendern in Japan verboten war, den Boden des Reichs der aufgehenen Sonne zu betreten. Nachdem Adams mit ein paar anderen in Kyushu gestrandet war, hielt man ihn zunaechst in einem Gefaengnis, bis der damalige Shogun Tokugawa Ieyasu, sich der Information und der Talente das Mannes zunutze machte. Ueber die Zeit erlangte Adams das Vertrauen des Shoguns und erhielt verschiedene Privilegien, darunter den Samurai Status, und ein Stueck Land auf der Miura Halbinsel in der Naehe der heutigen Stadt Yokosuka 横須賀市. Das bekannte Buch “Shogun” basiert auf der Lebensgeschichte von Adams. Nach dem damaligen vertrauten auslaendischen Chefberater des Shoguns wurde schliesslich ein Ortsteil in Yokosuka 横須賀市 benannt, der besagte Bahnhof Anjinzuka 安針塚駅 (dt. Huegel von Anjin), und im sogenannten Tsukayama Park 塚山公園 (auf dem ’Huegel’) befinden sich ausserdem die Grabsteine von Adams sowie seiner japanischen Frau. Auf dem Weg zum Hatake-yama kommt man quasi am Tsukayama Park, sowie dem darin platzierten historischen Monument, vorbei.

Vom Tsukayama-Park ist es dann nicht mehr allzuweit bis zum Hatake-yama. Auf dem Weg muss man noch eine Schnellstrasse passieren, und dafuer durch einen laengeren Tunnel gehen. Der Gipfel des Hatakeyama ist nicht allzu spektakulaer, es gibt nur Sicht in eine Richtung, der Rest ist durch Baeume versperrrt. Zum Nyuto-san geht es ueber eine Weggabelung kurz vor dem Gipfel des Hatake-yama ca. 1.5km ueber den Bergkamm. Dabei muss man wissen, dass die beiden Berge nicht zu den bekanntesten Bergen der Region gehoeren, so dass es sehr gut sein kann, dass man der erste seit einiger Zeit ist, wenn man den Pfad entlang laeuft. Als ich dort langgelaufen bin, habe ich gefuehlt alle 5 Minuten ein Spinnennetz gestreift, was direkt ueber den Pfad gesponnen wurde.

Auf dem Nyuto-san angekommen hat man ein wenig Aussicht auf das Umland, inklusive der Richtung nach Yokosuka Stadt 横須賀市. Fuer den Abstieg kann man wahlweise noch weiter zum Futago-yama gehen, oder den Abstieg Richtung JR Taura Station 田浦駅 waehlen. Aufgrund des ultra-schwuelen Wetters habe ich letzteren, kuerzeren Abstieg gewaehlt, der ueber den sogenannten Taura Pflaumen Garten 田浦縁地, indem sich ein Aussichtsturm befindet sowie eine Ansammlung an Pflaumenbaeumen die im Fruehling Bluete tragen. Von dort aus ist sind es nur ca. 30 Minuten Abstieg zurueck zur JR Taura Station 田浦駅.

<1000m, <10km, 2022, 3-5h, Chugoku 100, Yamaguchi

Higashi-Houbenzan / 東鳳翩山

Mal wieder ein Bergname mit einem sehr ungewoehnlichem Kanji: Higashi-Houbenzan / 東鳳翩山. DIe Kanji fuer Houben sind so ungewoehnlich, ich kriege sie nicht einmal normal ueber die Tastatur-Eingabehilfe dargestellt. Anscheinend wurde der Berg in Ehren von Katayama Houben (片山鳳翩), einem konfuzianischen Gelehrten, benannt. Auf dem Bergkamm gibt es 2 groessere Gipfel: Den Ost-Gipfel (= Higashi-Hobenzan), sowie den West-Gipfel (Nishi-Houbenzan). Dieser Artikel beschaeftigt sich nur mit dem Ost-Gipfel, welcher auch als der Hauptgipfel gilt.

Der Higashi-houbenzan ist einer der markanten Berge in der Praefektur Yamaguchi, gelegen ein wenig noerdlich der Stadt mit dem gleichen Namen. Der wohl beliebteste Weg ist vom Futatsudou-Tozanguchi 二ッ堂登山口, in dessen Naehe es auch ein Parkplatz gibt. Ich entschied mich, ein wenig weiter noerdlich zu parken beim sogenannten Kinkei-no-taki 錦鶏の滝, dem “Wasserfall des Goldfasan”.

<1000m, 15-20km, 2022, 5-8h, Hyogo, Japan 300, Kansai 100

Rokko-san / 六甲山

Der Rokko-san 六甲山 ist einer der beruehmtesten Berge von Kansai. Nunja, eigentlich ist es sogar eine ganze Bergkette, die sich im Norden Kobes 神戸 erstreckt. Als ich an einem Samstag in Kobe war, habe ich mir vorgenommen, die hoechste Spitze des Rokko-san zu besteigen. Da der Berg enorm beliebt ist, soll gesagt sein, dass es enorm viele Wanderwege nach oben gibt. So viele, dass man sich gar nicht entscheiden kann, welchen man nehmen soll. Ich habe mich dann schliesslich fuer eine Weg entschieden, er direkt an einer Bahnstation anfaengt. Von der JR Station Ashiya 芦屋 bin ich gestarted und nach Norden zum Trailhead gelaufen. Auf dem Weg gibt es nicht soviele Konbini, aber kurz vor dem Berg gab es links von dem kleinen Fluss, der sich dort langzieht, einen Lawson. Kurz Proviant aufgestockt ging es weiter den Schildern entlang zum Koza Waterfall/ Rock Garden.

Je naeher man dem Berg kommt, desto mehr Leute werden es und es ist schon ersichtlich hier unten, dass dies ein sehr beliebter Berg ist. Folgt man den Schildern dann kommt man irgendwann an eine Kreuzung, bei der es geradeaus zu den Koza Wasserfaellen geht und rechts ab zum Shiro-yama 城山. Man kann beide Wege nehmen aber der direktere und der mit mehr Bergen ist der ueber den Shiro-yama, Arechi-yama 荒地山, hin zum Rokko-san. Auf dem Weg gibt es immer mal wieder freie Flaechen mit einer wunderbaren Sicht auf Kobe und Osaka. Auf dem Weg zum Arechi-yama gibt es eine relativ viele Abschnitte, bei denen man ueber groessere Steinfelsen hinweg muss. Fuer so einen beliebten Berg wo auch Familien unterwegs sind, kam mir dies schon relativ mittelschwer vor. Ich kann mir vorstellen, dass andere Wege nach oben vielleicht ein wenig einfacher sind. Sollte man Probleme mit Felsenklettern haben, dann sollte man wahrscheinlich eher nicht ueber die Arechi-yama Route nach oben aufsteigen.

Nach dem Arechi-yama ist es dann relativ moderat bis zum hoechsten Punkt des Rokko-san. Als ich oben ankam, realisierte ich, dass dort eine Schnellstrasse entlang fuhr. An anderen Punkten kann man auch mit dem Lift hoch habe ich gesheen. Allerdings nimmt das den ganzen Spass aus der Sachen, so dass ich relativ froh war, genug Zeit zu haben, den Berg von unten zu besteigen, auch wenn es an diesem Junitag sehr heiss und schwuel war. Kurz vor dem Gipfel gibt es ein Rastplatz mit grosser Toleitte. Von dort aus kann man in 5 Minuten auf dem Gipfel sein. Der Gipfel an sich ist relativ weit und es befindet sich auch ein Kommunikationsmast/ Gebaeude dort oben.

Absteigen kann man dann ueber einen der unzaehligen anderen Wanderwege auf der Seite wo man gekommen ist, oder auch auf der anderen Bergseite, wo man dann im Onsen Ort Arima-Onsen rauskommt und direkt in die heissen Quellen springen kann. Da ich noch relativ viel Zeit hatte, entschied ich mich, den Bergkamm rueber zum Maya-san 摩耶山 zu laufen. Dies hat jedoch laenger gedauert als gedacht. Sollte man einen knappen Zeitplan haben, wuerde ich den Abstecher nicht empfehlen. Sollte man doch in die Richtung gehen, dann sei gesagt, dass es mehrere Cable Cars/Seilbahnen gibt auf dem Weg, mit denen man zur Not auch relativ schnell wieder nach unten kommt.