<1000m, <10km, 1-3h, 2022, Kanagawa

Koma-yama / 高麗山

<1000m, <10km, 1-3h, 2022, Kanagawa

Fudou-yama / 不動山

<1000m, 10-15km, 2021, 3-5h, Kanagawa

Takamatsu-yama / 高松山・Matsuda-yama / 松田山

Der Takamatsu-yama 高松山 ist mit gerade einmal 801m ein kleinerer Berg suedwestlich im Tanzawa Bergmassiv. Der Berg ist weniger bekannt als seine grossen Nachbarn Nabewari-yama 鍋割山, To-no-dake 塔ノ岳, oder Tanzawa 丹沢山 und damit auch wesentlich ruhiger und entspannter zu besteigen. Vom weitflaechigen Gipfelplataeu hat man eine hervorragenende Aussicht und kann von Fuji-san 富士山 ueber Ashitaka-yama 愛鷹山, die Hakone 箱根 Berge bis in den Pazifik schauen. An klaren Tagen kann man sogar bis nach Izu-Oshima 伊豆大島 blicken.

Die Route beginnt am Bahnhof Yamakita 山北駅 auf der Gotenba Line. Hier kann man bequem von Tokyo mit der Tokaido Line bis nach Kouzu Station 国府津駅 (beachte das interessante Kanji fuer Kouzu, was 3 Zeichen hat fuer 2 Silben..) und dort in die Gotenba Line 御殿場線 umsteigen nach Yamakita 山北駅. Achtung falls man mit einer Suica kommt: In Kouzu aendert sich die Firma von JR East (JR東日本) zu JR Tokai (JR東海) und es gibt keine Schranken 改札口 zwischen den beiden Bahnsteigen auf dem Bahnhof. Das heisst, dass man, wenn man mit einer Suica in Tokyo eingestiegen ist, und diese in Yamakita Station ueber den NFC Reader haelt, dies nicht funktioniert. Dann hilft es nur noch, die Situation einem lokalen angestellten zu erklaeren die das dann meistend manuell abrechnen. In meinem Fall habe ich dies auch erst am Ausgang in Yamakita bemerkt und dummerweise war dann niemand dort vor Ort in der Fruehe. Da es jedoch keine Schranken gibt, muss man dann einfach so raus, und die Situation den Bahnhofsangestellten erklaeren, wenn man wiederkommt. Nur dass man sich hier nicht wundert.

Von Yamakita Station dann geht es die Strasse rechts ab fuer ca. 20 Minuten bis man zu einer gruenen Fussgaengerbruecke kommt, wo man dann links ab muss in die kleine Seitenstrasse. Der Berg ist hier nicht ausgeschildert, also die Route am besten per GPS vorbereiten oder per Karte laufen. Folgt man diesem Weg unterquert man relativ schnell die grosse Schnellstrasse bis man zunehmends auf Baustellen trifft. Auf dieser Seite wird sehr viel gebaut und der Wanderweg fuehrt xunaechst ueber multiple Baustellenpfade und Eisentreppen bis man auf dem richtigen Wanderweg ist. Das gute ist jedoch, dass es alles nach unterquerung der Schnellstrasse ausgeschildert ist (Stand: December 2021). Man muss nur ausschau halten nach folgenden Kanji: 高松山ハイキングコース、ハイキングコース、高松山 etc.

Erreicht man den eigentlichen Wanderweg im Wald dann geht es zunaechst etwas steil nach oben, bis man nach 30 Minuten oder so auf der Ridge angekommen ist. Der Rest bis hoch zum Takamatsu-yama 高松山 ist ein relativ bequemer Hike der nicht allzu steil verlaeuft. Nicht weit vor dem Gipfel passiert man eine buddhistische Stein Statue bei der die Dorfbewohner frueher fuer eine fruchtbare Ernte gebetet haben sowei eine Frischwasserquelle beim sogenannten Biri-Dou ビリ堂. Nach weiteren 20 Minuten erreicht man schliesslich die Spitze des Takamatsu-yama.

Auf dem Gipfel angekommen merkt man schnell wie weit das Plateau ist. auf der Rechten Seite kann man sehr gut den Fuji-san sehen bei gutem Wetter, mittig den Ashitaka-yama sowie die Hakone Berge und weiter links hat man sogar Ausblick auf das Meer. Ich muss sagen dass ich diese frie Sicht nicht erwartet habe und dass ich angenehm ueberrascht war. Auf der ganzen Strecke nach oben war ich der einzige, nur oben auf dem Gipfel habe ich zwei andere Herren mittleren Alters eine Pause machen sehen. Ein weiterere Vorteil die etwas weniger beliebten Berge zu besuchen, wenn man etwas mehr Natur und Abstand von den Menschenmassen erwartet. Oben auf dem Plateau gibt es einige Baenke und Sitzmoeglichkeiten. Ein Gipfelschild hat der Berg zwar aber der Name ist nicht beschriftet, anstelle dessen steht dort einfach nur Sanchou 山頂 (Gipfel) und die Hoehe.

Vom Gipfel kann man geradeaus weiter den Pfad abwaerts bis zum Hisari Pass 尺里峠 gemuetlich wandern und von dort aus den Loop wieder hinunter zum Yamakita Bahnhof. Dies ist der empfohlende Weg und den wuerd ich auch empfehlen. Aus irgendeinem Grund habe ich gedacht ich koennte die Route noch mit dem benachbarten Matsuda-yama 松田山 verbinden, und bin so weiter gerade aus ueber die en Bergpass zum Dairoku-ten 第六天 und schliesslich zum Matsuda-yama 第六天 gewandert. Dabei habe ich nicht gewusst, dass die verbindungsstrecke zu Matsuda-yama durch einen Taifun vor ein par Jahren stark beschaedigt wurde und als nicht passierbar eingestuft wurde. Die Warnschilder dazu habe ich erst auf dem Matsuda-yama bemerkt. Der Weg dahin war zwar nicht unmoeglich, jedoch habe ich mich unterwegs schon gewundert warum es so schwierig ist und kaum ausgepraegt. Man muss zunaechst hinunter und ueber einen Fluss, nur um dann den Matsuda-yama in relativ steiler manier ohne ausgepraegten Weg wieder nach oben. Das war definitiv nicht die beste Route und daher wuerde ich davon auch abraten. Zumal der Matsuda-yama relativ unspektakulaer ist: Der Gipfel ist bewachsen und die naechste Sicht geht auf ein Golfplatz. Als ich den Weg ins Tal nehmen wollte habe ich mich von meiner Karte beirren lassen und einem Weg gefolgt der nach Matsuda Station fuehren sollte, was sich aber schliesslich als Dead-End erwiesen hatte. Ich bin daher den relativ weiten Umweg ueber die Strasse wieder runter ins Tal, was ein Umweg von ueber 4km war und nicht sehr angenehm, da befahrene Strasse ohne Fussgaengerwege.

Hoehe:Takamatsu-yama 高松山: 801m , Matsuda-yama 松田山: 551m
Laenge:13km (nur Takamatsu-yama Loop), 18km (ueber Matsuda-yama zurueck)
Dauer:4h (nur Takamatsu-yama Loop), 6h+ (ueber Matsuda-yama zurueck)
Map:Wandermap der Stadt Yamakita (nur Japanisch)
Anfahrt:Yamakita Station – Gotenba Line (JR Tokai)・山北駅 – 御殿場線 (JR東海)
GPX:GPX Track
<1000m, 10-15km, 100 Blumenberge, 2021, 3-5h, Kanagawa, Kanto 100

Shoutou-san/ 生藤山

Ein weiterer leicht erreichbarer Berg von der JR Chuo Main Line JR中央本線 ist der Shoutou-san in der japanischen Praefektur Kanagawa. Mit unter 1000m ist der Berg fuer Anfaenger geeignet. Leider kann man nicht direkt mit der Bahn an den Eingang 登山口, sondern muss von der am naechsten gelegenen Bahnstation Fujino Station 藤野駅 noch ca 20-30 Minuten Busfahrt in kauf nehmen. Dabei muss man sagen, Busse in Japan sind sehr verlaesslich, allerdings auch sehr klein. Als grosser Europaeer (wie ich) hat man dort arge Platzprobleme, und kann in 80% der Sitze nicht gerade sitzen. Die anderen Sitze, die ein wenig freier sind, haben meist Prioritaet fuer aeltere, schwangere, behinderte Menschen etc. Daher ziehe ich es meist vor zu stehen. Ein anderes Problem mit Bussen in Japan ist, dass diese aufgrund der kleinen Groesse nicht allzuviele Menschen transportieren koennen und bei beliebten Routen wie dieser (der Wanderweg zum Jinba-san liegt auf der gleichen Route) kann man schnell in die Situation kommen in den ersten Bus nicht reinzukommen wegen der langen Schlange. So war es auch an diesem Sonntag morgen. Zum Glueck war ich frueh genug dort und habe eine Weile in 5ter Position an der Haltestelle gewarte. Bis der Bus ankam war die Schlange schon enorm lang und nur ca. die Haelfte der Menschen kamen mit dem ersten Bus weg.

Sobald man im Bus ist, fahrt man bis zur Station Kamazawa Iriguchi 鎌沢入口. Dort ausgestiegen findet man bereits die Wegweiser vor. Fuer den Shoutou-san geht man zunaechst rechts ab, bis es links der Strasse ein wenig bergab in einer Gegend mit ein paar Haeusern bergab geht. Folgt man der Strasse entlang mehrerer Kurven und leichten Steigungen, so erreicht man irgendwann den eigentlichen Eingang zum Wanderweg, markiert duch ein massiven Stein mit Gravur. Von dort aus geht es dann relativ gut ausgeschildert durch einen Wald, vorbei an einem Abschnitt mit Bambuswld, dann ein wenig mehr Anstieg, und schliesslich zu der Sakura Promenade 桜プロムナード. Im Fruehjahr sieht es dort bestimmt sehr nett aus, im November allerdings ist dort nichts besonderes zu sehen, bis auch den ersten freien Blick auf das Umland inklusive Fuji-san. Von dort aus ist es dann nicht mehr weit bis zum Mikuni-san 三国山.

Den Namen Mikuni-san gibt es sehr oft in Japan. Meist repraesentieren Berge die so genannt sind (mi 三 = 3, kuni 国 = Land) eine Stelle an der sich mehrere Praefekturen treffen, wie auch in diesem Fall: Der Mikuni-san steht fuer das Dreilaender-Eck zwischen Tokyo-to 東京都, Yamanashi-ken 山梨県 sowie Kanagawa-ken 神奈川県. Der Gipfel ist jedoch relativ unspektakulaer, so dass man schnell weitergeht Richtung Shoutou-san, welcher nur 10 Minuten in Richtung Kanagawa Seite liegt. Dort angekommen hat man einen leicht eingeschraenkten Blick auf den Fuji-san, da die Spitze bewachsen ist. Es gibt Baenke zum Ausruhen. Wer jedoch einen besseren Blick auf das Umland erhaschen will, der sollte noch ein wenig weiter laufen bis zum Kaya-maru 茅丸, eine weitere Spitze nur ca. 15 Minuten vom Shoutou-san. Von dort aus hat man eine gute Sicht auf das Umland inklusive des Fuji-san.

Danach fuehrt der Weg eine ganze Weile ueber noch ein paar weitere Spitzen, bis man schliesslich irgendwann am Wada-Toge 和田峠 wieder auf eine Strasse trifft. Hier kann man sich entscheiden ob man direkt wieder zurueck zur Busstation laeuft oder noch einen kleinen Abstecher zum Gipfel des Jinba-san 陣馬山 macht. Da ich sehr frueh dort war und der erste Bus zurueck erst in ein paar Stunden fuhr, entschied ich mich noch diesen Abstecher zu machen. Der Vorteil davon ist, obwohl es auf dem Jinba-san immer sehr voll ist, da es ein beliebter Berg ist, dass es dort oben Huetten gibt, die warme Udon und Soba Nudeln verkaufen. Und so goennte ich mir noch ein warmes Mittagessen bis ich von dort wieder Richtung Kamazawa Busstation abstieg. Alles in allem ein netter Halbtagesausflug.

Note: Aus mir nicht ersichtlichen Gruenden ist der Berg als “Ifuji-san” bei Google Maps bezeichnet (Stand: 11/2021), was nicht korrekt ist. Die einzige offizielle Lesung in allen japanischen Quellen ist Shoutou-san (しょうとうさん・生藤山).

Name: Shoutou-san 生藤山 / Kitto-yama キット山 / Suzunari・スズナリ
Hoehe: 990m
Laenge:15km
Dauer:4-5h
Anfahrt:Bus Station Kamazawa Iriguchi 鎌沢入口 mit dem Bus No 8 (Richtung Wada 和田) von der Station Fujino 藤野駅 auf der JR Chuo Main Line JR中央本線.
GPX:GPX Track
<1000m, 10-15km, 2021, 5-8h, Kanagawa

Sekiro-zan / 石老山・Arashi-yama / 嵐山

Der populaerste Berg in Japan (und anscheinend auch der meistbesuchteste Berg weltweit) ist der Takao-san 高尾山 westlich von Tokyo. Wenn man die Ridge langlaeuft von Jinba-san nach Takao-san dann kann man ab und an auf einem benachbarten Berg ein grosses Riesenrad erblicken. Dieses gehoert zu einem Freizeitpark mit dem Namen “Pleasure Forest”. Der Pleasure Forest befindet ich an einem Berg mit dem Namen Arashi-yama 嵐山 in der Naehe der Station Sagami-ko. In unmittelbarere Naehe, befindet sich der Sekirou-zan 石老山, seinerseits einer der auserwaehlten 100 Berge der Kanto Region.

An einem durchwachsenen Sonntagmorgen machte ich mich auf mit der ersten Bahn nach Sagami-ko auf, um sowohl den Arashi-yama als auch den Sekiro-zan zu besteigen. Da beide Berge nicht allzu hoch sind (unter der 800m Grenze), entschied ich mich auch direkt vom Bahnhof zu starten. Wenn man nur den Sekiro-zan besteigen will, dann kann man auch ein Bus in die Naehe nehmen, aber der Arashi-yama liegt gewissermassen mit auf dem Weg ohne den Bus. Zunaechst laeuft man direkt am Sagami-ko Bahnhof geradeaus raus und nimmt die naechste Kreuzung die Strasse nach links. Dieser folgt man bis man an die Bruecke ueber den See kommt. Nebenan gibt es auch einen Staudamm, bei dem man auch ueberqueren kann. Auf dem Weg dahin sieht man bereits den Arashi-yama, in meinem Fall war dieser groesstenteils in morgendlichen Dunst gehuellt.

Am Ende der Bruecke angelangt, erreicht man nach ein paar hundert Meter links entlang auf der rechten Seite den Eingang zum Arashi-yama. Obwohl der Berg mit ca. 400m nicht so hoch ist, hat er doch einnen sehr starken Anstieg. Fast die ganze Zeit geht es relativ steil nach oben. Auf dem Gipfel angekommen findet man eine Sitzmoeglichkeit, einen Schrein, und eine kleine Power Station. Weiterhin hat man eine etwas begrenzte Aussicht auf den Sagami See. Auf dem Weg nach unten auf der anderen Seite kommt man an einem Stueck Bambuswald vorbei. Das erinnerte mich ein wenig an den Kyoto und den Bambuswald, der sich ebenfalls in der Naehe des dortigen Arashi-yamas befindet. Steigt man weiter hinab, so trifft man irgendwann auf des Parkplatz zum Pleasure Forest, der sich am gleichen Gebirge befindet. Von dort aus geht es weiter gerade aus, die Schnellstrasse ueberquert und man kann bereits den Sekirou-zan sehen.

Im Jahr 2019 gab es einen schweren Taifun in Japan, welcher einfach nur mit “Nummer 19” abgekuerzt wird (in Japan werden dei Taifune jaehrlich durchnummeriert). Dieser Taifun Nummer 19 war derart stark, dass er einige Wanderpfade in der Kanto Region stark beschaedigt hat. So leider auch einige der Pfade am Sekirou-zan. Daher muss man erst eine Weile rechts um den Berg an der Strasse laufen, bis man zu einem sicheren Aufstiegspfad kommt. Fuer diesen folgt man den Schildern zum Daimyojin-Tenboudai 大明神展望台 (Aussichtspunkt des Daimyojin). Vom Eingang geht es wieder relativ steil nach oben bis man auf besagtem Aussichtspunkt angekommen ist. Der Aussichtspunkt ist eine dort gebaute Platform mit ein wenig Aussicht auf das Umland, aber nicht allzu berauschend. Von dort aus geht es weiter ueber zwei weniger bekannte Spitzen (den Daimyojin-yama 大明神山 kurz hinter der Aussichtsplatform mit dem gleichen Namen) sowie den Shinonome-yama 東雲山. Letzteres Kanji fand ich sehr interessant, ist es doch eine besondere Lesung (ich haette wohl eher Tou-un vermutet). Shinonome, wie ich gelesen habe, ist ein altes japanisches Wort, welches das Rot-Faerben des Himmels zur Zeit den Sonnenaufgangs beschreibt. Die Kanji Bedeutung ist Ost 東 und Wolke 雲. Sehr poetisch.

Weiter entlang des Weges und ein wenig mehr Steigung unterstuetzt von teilweise Treppen, erreicht man bald den Gipfel des Sekirou-zan. Dort gibt es sehr viele Sitzmoeglichkeiten auf einem grossflaechigem Areal und eine begrenzte Sicht auf dir Tanzawa-Berge. Ansonsten ist der Gipfel relativ zu und ohne weitere Aussicht. Wegen der Taifunschaeden bin ich dann den gleichen Weg wieder zurueck und die Strasse entlang bis zum Sagami-ko Bahnhof gelaufen. Die Strecke ist insofern interessant, dass man den letzten Abschnitt entlang des Sagami-ko laeuft und so die Sicht ueber den See geniessen kann.

Hoehe: Arashi-yama 嵐山: 406m / Daimyoujin-yama 大明神山: 551m / Shinonome-yama 東雲山: 620m / Sekiro-zan 石老山: 702m
Dauer:5-6h
Laenge:15km
Anfahrt: Sagami-ko Station 相模湖駅 auf der JR Chuo-sen JR中央線
GPX:GPX Track
<1000m, 100 Blumenberge, 2021, Kanagawa, Kanto 100

Maku-yama / 幕山

Der Maku-yama 幕山 ist sowohl einer der 100 Kanto Berge als auf einer der 100 beruehmten Blumenberge in Japan. An einem vermeintlich bewoelktem Tag waehrend der Regenzeit in Japan machte ich mich auf, dem Berg einen Besuch abzustatten. Wenn man in Tokyo wohnt ist er sehr einfach zu erreichen, direkt mit der Tokaido Line 東海道線 bis in den Onsen-Ort Yugawara 湯河原駅 fahren und vom Bahnhof kann man laufen oder den Bus nehmen.

Ich entschied mich dafuer den Maku-yama hike mit dem daneben gelegenen Shiro-yama 城山 zu verbinden. Dafuer laeuft man vom Bahnhof zunaechst links raus bis man an eine Bahnunterfuehrung kommt und ab da ist dann der Weg schon ausgeschildert. Unter den Tunnel durch geht es dann eine normale Strasse stetig bergauf, bis man irgendwann nach etwas laengerer Zeit auf den eigentlichen Wanderweg 登山口 kommt. Auf dem Weg kann man bereits die kleine Halbinsel bei Manazuru 真鶴 von einigen Stellen sehen. Auf halber Strecke gibt es acuh einen kleine Abstecher zum Kabuto-iwa 兜岩, den ich zwar mitgenommen habe, aber der relativ unspektakulaer war.

Kurz vor dem eigentlichen Gipfel den Shiro-yama 城山 gibt es links eine kleine Eben mit Aussicht auf die Umgebung, vielen Ajisai Blumen 紫陽花 und einer ueberdachten Raststaette aus Holz in Pyramidenform. Weiter den Wanderweg entlang kommt man schliesslich auf der Bergspitze an, die relativ frei ist. Von dort hat man eine gute Sicht auf das Umland. Ein grosser Stein markiert die Ruinen der Burg des Hauses Doi 土肥​城址 aus der Kamakura-Zeit. Sitzmoeglichkeiten gibt es nicht wirklich aber ein kleiner Pavillon bietet Schutz vor der Sonne.

Vom Shiro-yama kann an weiter in Richtung Shitodo Hoehle しとどの窟 absteigen. Kurz vor der Hoehle kommt man an eine Strasse an einem Pass wo anscheinend ein beliebter Biker Parkplatz ist (als ich dort ankam ist gerade eine ganze Biker Gang angekommen, samt laut groehlender Motoren). Am Pass angekommen geht es links halb zurueck wieder weiter. Durch den Tunnel dann geht es direkt auf der rechten Seite Richtung Shitodo Hoehle しとどの窟. Der weg fuehrt direkt dort lang, aber man kann auch einen kleine Abstecher zu besagter Hoehle machen, was ich nur jedem empfehlen kann. Besonders an einem schwuelen Sommertag (wie es an dem Tag war wo ich dort lang bin) spendet die Hoehle ein willkommendes Mass an Kuehle und Feuchtigkeit. Die Hoehle ist auch relativ fotogen mit dem heruntertropfenden Wasser sowie den vielen buddhistischen Steinlaternen im Hintergrund. Folgt man dem Hauptpfad dann weiter nach unten kommt man nach nciht allzu langer Zeit an einer Strasse raus, die man Rechts weiterlaeuft. Ab hier laeuft man im Tal zwischen Shiro-yama sowie Maku-yama.

Auf halbem Weg durch das Tal befindet sich kurz vor dem Auto-Parkplatz auf der linken Seite der Beginn des Wanderweges 幕山登山口. Folgt man diesem, so fuehrt er zunaechst an einigen Felsen an denen Kletterer sich versuchen vorbei, bis es schliesslich bergauf geht. Der Maku-yama ist mit 626m nicht sehr hoch. Allerdings muss ich sagen dass mir die Strecke bis auf den Gipfel sehr lang und anstrengend vorkam. Das mag teilweise an der Sommerschwuele gelegen haben, teilweise daran, dass es im Zick-zack hochging, und auch teilweise daran, dass man vom Shiro-yama erst einmal fast komplett wieder herunter muss um dauf den Maku-yama zu steigen. Wie dem auch sei, auch einen 600m Berg sollte man nicht unterschaetzen.

Der eigentliche Gipfel des Makuyama ist sehr unspektakulaer. Nur in eine Richtung frei und es steht wirklich nur das Gipfelschild. Wenn man moechte, kann man auch einen 800m Rundgang um den Gipfel ein weniger weiter unten machen. Ich bin den Rundgagng gegangen aber es gibt dort leider keine bessere Sicht oder aehnliches. Hat man genug vom Maku-yama gesehen, kann man schliesslich den Wanderweg weiter zum Nango-yama 南郷山folgen. Auf halbem Weg passiert man Jikan Teich (自鑑水) mittel im Wald bis man nach kurzer Zeit schon auf dem Nango-yama ankommt. Die Spitze des Nango-yama ist auch weniger interessant, allerdings hat man beim Abstieg einer gute Sicht auf die Stadt, inklusive der umliegenden Bucht. An guten Tagen sollte man bis nach Izu-Oshima 伊豆大島 schauen koennen. Der Abstieg vom Nango-yama ist ziemlich unkompliziert, und fuehrt an einem Golfplatz entlang. Je weiter man ins Tal kommt, desto mehr Asphalt hat man under dem Fuessen und irgendwann kommt es einem vor als renne man ne ganze Weile den Asphalt hinunter. Rauskommen wird man am Goro Schrein 五郎神社, von wo es nicht mehr weit bus zum Fluss ist ist, der beide Berge (Shiro-yama und Maku-yama) voneinander trennt. Von dort aus dann geht es links wieder Richtung Yugawara Bahnhof. Fuer die gesamte Tour wuerde ich 5-6h einplanen.

Hoehe:Shiro-yama 城山: 563m, Maku-yama 幕山: 626m, Nango-yama 南郷山: 613m
Laenge: 5-6h
Anfahrt: Yugawara Station 湯河原駅, Tokaido Line 東海道線
<1000m, 2021, Kanagawa

Sengen-yama / 仙元山

Auf der noerdlichen haelfte der Miura Halbinsel 三浦半島, nur unweit von Tokyo, gibt es ein paar kleinere Berge/Huegel, die fuer Anfaenger gut geeignet sind. Der Sengen-yama 仙元山 is teiner davon. Mit nur 118m ist der Berg freilich nicht sehr schwer zu besteigen. Man kann mit der Yokosuka-sen 横須賀線 bis zum Bahnhof Zushi 逗子 fahren und von dort nach Sueden laufen hindurch einen Tunnel, dann vor dem zweiten  Tunnel scharf rechts ab und von dort aus geht der Trailhead los. Zunaechst eine gepflastertete Strasse, wird es irgendwann ein Wanderweg. Nach geschaetzen 15-20 Minuten ist man auch schon oben.

Das Gute jedoch ist die Sicht. Man hat eine relativ freie Sicht auf die Westseite des Berges und ueberblickt Shounan 湘南 mit seinen mehreren Straenden, Enoshima 江ノ島 und an klaren Tagen duerfte man sogar den Fuji sehen koennen (leider nicht am Tag als wir da waren).

<1000m, 2021, Kanagawa

Myojogatake / 明星ヶ岳

Der Myojogatake ist eine der oestlichen Spitzen auf dem Hakone Aussenkrater, unweit entfernt vom Myojingatake 明神ヶ岳. In der Region ist der Berg wohl am bekanntesten fuer das Daimonji-yaki 大文字焼, das jaehrliche Hakone bonfire festival, eine Veranstaltung zur O-bon お盆 Zeit, bei der ein riesiges Feuer in form des japanischen Zeichens fuer “gross” (= Dai, 大) verbrannt wird. Aehnliche Veranstaltungen gibt es im Sommer viel in Japan, so auch z.B. in Kyoto.

Die Spitze des Berges ist dabei ein wenig versteckt und zum Teil auch weil man es nicht als Huegel/Spitze wahrnimmt, sondern fast geraden Weg. Als wir oben waren gab es mehrere Trail Runner (die Ridge des Hakone Aussenkrater ist sehr beliebt bei Trailrunnern), die fast dran vorbei gerannt waeren und ihren Blick zum Glueck kurz nach links gewandt haben und seitwaerts das Schild gesehen haben.

NameMyojogatake / 明星ヶ岳, alternativ: Daimonji-yama / 大文字山, Kuno-yama/ 久野山
Hoehe924m
Anfahrt_Gora Station 強羅駅, Hakone Yumoto Station 箱根湯本, oder von der anderen Seite ueber die Route von Myojingatake 明神ヶ岳
1000m-1500m, 2021, Kanagawa, Kanto 100, Vulkane

Myojingatake/ 明神ヶ岳

Der Myojingatake 明神ヶ岳 lag schon laenger auf meiner Bucket List. Als einer der 100 Kanto Berge und eine der bedeutenden Erhoehungen auf dem Hakone Aussenkrater, bietet er eine nette Aussicht nach Hakone. Fuer den Aufstieg gibt es mehrere Optionen. Ich entschied mich fuer den Aufsteig vom Daiyuzan Saisoji Tempel (大雄山最乗寺), was ich nur jedem empfehlen kann. Diese Tempelanlage ist sehr gross und sehr beeindruckend in einem dichten Waldstueck gelegen. In meinen 10+ Jahren in Japan habe ich viele Tempel gesehen und es gibt nicht viele die mich noch beeindrucken, aber dieser hat es definitiv getan.

Vom Daiyuzan Saisoji gibt es mehrere Wege nach oben. Der wohl beliebteste geht direkt vor dem Tempel links ab ueber eine Bruecke. Ich wuerde jedoch empfehlen zunaechst von der Bushaltestelle die Tempeltreffen hochzusteigen und einmal durch den Saisoji zu laufen. Am Ende des Tempels fuehrt eine sehr steile Treppe vorbei an zwei Waechterfiguren und oben angekommen auf der linken Seite gibt es noch einen Trailhead 登山口 zum Myojingatake hoch. Dieser Trail ist wesentlich weniger besucht, aber dennoch nicht minder spektakulaer. Da wir uns an einem Vulkankrater befinden ist die Erde hier sehr fruchtbar und man wandert durch dichte Waelder und durch mit Moos bewachsene Baeume bis man schliesslich oben am Kraterrand ankommt. Von dort aus sind es nur noch ein paar hundert Meter zur links bis zur Spitze des Myojingatake. Wenn man an der Kreuzung rechts geht, kann man direkt rueber zum Kintoki-yama, der auch nur 1.5-2h entfernt liegt.

Die eigentliche Spitze des Myojingatake ist weniger spektakulaer. Da es sich um einen sehr beliebten Berg handelt, ist dort immer sehr viel Betrieb und die paar Baenke die es gibt sind schnell besetzt. Bei klaren Tagen kann man wunderbar Fuji-san sehen, leider blieb uns dies an diesem Tag verwehrt wegen den anhaltenden dichten Wolken ueber Hakone-yama, ein sehr aktiver Vulkan mitten in Hakone. Vom Gipfel empfehle ich, entweder nach Gora 強羅abzusteigen, oder weiter auf den Myojogatake zu wandern.

Hoehe1169m
Laenge~6h
Anfahrt_Multiple, ich wuerde empfehlen von der Daiyuzan Saisoji Tempel (大雄山最乗寺) Seite zu kommen:
Daiyuzan Station (Izu Hakone Tetsudo) →Douryouson (Izu Hakone Bus)
大雄山駅(伊豆箱根鉄道)→ 道了尊(伊豆箱根バス)
RouteGPX File
<1000m, 2021, Kanagawa, Local Fuji

Miura-Fuji / 三浦富士

Es gibt viele Berge die den Namen Fuji in Japan tragen. Die meisten dehalb weil sie eine aehnliche Bedeutung fuer die lokale Region haben und weil der Berg zumindest dem richtigen wohlgeformten Zylinder des Fuji aehneln. Beim Miura-Fuji 三浦富士 frage ich mich warum dieser Berg den namen traegt. Er ist weder der hoechste Berg der Region (der hoechste auf der Miura Halbinsel 三浦半島 ist der Ogusu-yama 大楠山) noch hat er eine Fuji-aehnliche Form (obwohl dies wohl einige Japanische Webseiten so sehen). Man kann allerdings den Fuji vom Gipfel des Miura-Fuji sehen, vielleicht war das einer der Gruende ihn so zu nennen. Auf jeden Fall ist er mit 138m sehr niedrig und einfach zu besteigen von der Keikyu Line 京急線 Station YRP-Nobi YRP野比駅. Auf dem Pfad kann man noch relativ einfach den Hodai-yama 砲台山 (hier hatte man wohl waehrend der Kreigszeiten eine Artillerie Batterie stehen. Man sieht auch noch das Fundament sowie einige Steinpfeiler in der naehe der Spitze) und den Takeyama 武山 (dieser beherbergt den wichtigsten Tempel der Miura-Halbinsel und dient als wichtiger lokaler Religionsort fuer lokale Fischer) mitnehmen bevor man wieder absteigt zum beispiel nach Tsukui 津久井駅. Die ganze Tour ist sehr einfach und dauert ca. 2 Stunden.

Hoehe183m
AnfahrtYRP Nobi Station(Keikyuu Kurihama Line)/ YRP野比駅(京急久里浜線)