10-15km, 1000m-1500m, 2021, 3-5h, Gunma, Japan 200, Kanto 100

Arafune-yama / 荒船山

Der Arafune-yama 荒船山 ist ein beeindruckender Berg in der Naehe der japanischen Bergresort Stadt Karuizawa 軽井沢. Von der Ferne gesehen sieht der Berg aus wie ein grosser maechtiger Fels, ja fast schon wie ein grosses breites Schiff (jap Fune 船). Dementsprechend ist es nicht verwunderlich dass der Berg zu den 200 bereuehmten Bergen Japans gehoert.

Der Wanderweg nach oben ist nicht sehr schwierig und auch fuer Anfaenger geeignet. Der wohl beliebteste Weg started am Uchiyama Pass 内山峠, wo man bequem mit dem Auto hinkommt (Parkplatz ist nicht allzu gross aber einige Autos passen hin). Von dort aus sind es nur knappe 3km bis zum Gipfel. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und es gibt nur vereinzelt Klettereinlagen mit Seil/Ketten. An nassen Tagen sollte man daher auch hier etwas vorsichtig sein. Nach etwas mehr als einer Stunde wandern kommt man zum Tomo-iwa, welches nicht die Spitze ist aber eine sehr gute Aussicht bieten soll (leider nicht am Tag wo wir dort waren). Ungefaehr 30 minuten weiter schliesslich kommt man an eine Kreuzung, die den Weg zum Kyouzuka-yama 経塚山 aufzeigen, welches den hoechsten Punkt auf dem Atafune-yama markiert.

Der Berg ist uebrigens auch fuer eine tragische Geschichte bekannt. Im Jahr 2009 kam hier leider beim Wandern Yoshito Usui, der Erfinder des Mangas Crayon Shin-chan, durch einen Sturz von einer Klippe tragisch ums Leben.

Hoehe: 1423m (経塚山/行塚山)
Anfahrt:Auto bis zum Uchiyama-Toge 内山峠
Laenge: ~11.5km
Dauer:~4h
Schwierigkeit: Einfach
GPX:GPX Track
1000m-1500m, 2021, Kanagawa, Kanto 100, Vulkane

Myojingatake/ 明神ヶ岳

Der Myojingatake 明神ヶ岳 lag schon laenger auf meiner Bucket List. Als einer der 100 Kanto Berge und eine der bedeutenden Erhoehungen auf dem Hakone Aussenkrater, bietet er eine nette Aussicht nach Hakone. Fuer den Aufstieg gibt es mehrere Optionen. Ich entschied mich fuer den Aufsteig vom Daiyuzan Saisoji Tempel (大雄山最乗寺), was ich nur jedem empfehlen kann. Diese Tempelanlage ist sehr gross und sehr beeindruckend in einem dichten Waldstueck gelegen. In meinen 10+ Jahren in Japan habe ich viele Tempel gesehen und es gibt nicht viele die mich noch beeindrucken, aber dieser hat es definitiv getan.

Vom Daiyuzan Saisoji gibt es mehrere Wege nach oben. Der wohl beliebteste geht direkt vor dem Tempel links ab ueber eine Bruecke. Ich wuerde jedoch empfehlen zunaechst von der Bushaltestelle die Tempeltreffen hochzusteigen und einmal durch den Saisoji zu laufen. Am Ende des Tempels fuehrt eine sehr steile Treppe vorbei an zwei Waechterfiguren und oben angekommen auf der linken Seite gibt es noch einen Trailhead 登山口 zum Myojingatake hoch. Dieser Trail ist wesentlich weniger besucht, aber dennoch nicht minder spektakulaer. Da wir uns an einem Vulkankrater befinden ist die Erde hier sehr fruchtbar und man wandert durch dichte Waelder und durch mit Moos bewachsene Baeume bis man schliesslich oben am Kraterrand ankommt. Von dort aus sind es nur noch ein paar hundert Meter zur links bis zur Spitze des Myojingatake. Wenn man an der Kreuzung rechts geht, kann man direkt rueber zum Kintoki-yama, der auch nur 1.5-2h entfernt liegt.

Die eigentliche Spitze des Myojingatake ist weniger spektakulaer. Da es sich um einen sehr beliebten Berg handelt, ist dort immer sehr viel Betrieb und die paar Baenke die es gibt sind schnell besetzt. Bei klaren Tagen kann man wunderbar Fuji-san sehen, leider blieb uns dies an diesem Tag verwehrt wegen den anhaltenden dichten Wolken ueber Hakone-yama, ein sehr aktiver Vulkan mitten in Hakone. Vom Gipfel empfehle ich, entweder nach Gora 強羅abzusteigen, oder weiter auf den Myojogatake zu wandern.

Hoehe1169m
Laenge~6h
Anfahrt_Multiple, ich wuerde empfehlen von der Daiyuzan Saisoji Tempel (大雄山最乗寺) Seite zu kommen:
Daiyuzan Station (Izu Hakone Tetsudo) →Douryouson (Izu Hakone Bus)
大雄山駅(伊豆箱根鉄道)→ 道了尊(伊豆箱根バス)
RouteGPX File
1000m-1500m, 2021, Japan 200, Kanto 100, Tokyo

Odake-san / 大岳山

Der Otake-san (oder auch Odake-san) ist einer der Hauptberge im Okutama Nationalpark innerhalb der Praefektur Tokyo. Der Berg ist relativ einfach zu erreichen, wahlweise vom Mitake-san, oder von der Okutama Seite. Ich kam von der Gozenyama-ridge ueber den Nokogiriyama (auch ein allgegenwaeritger Bergesname in Japan), zum Otake-san. Von der Mitake-Seite begruesst ein Toori 鳥居 vor dem letzen Aufstieg die Wandernden. Der Gipfel ist realtiv frei und man soll auch einen Fuji-san 富士山 Blick haben, leider war dies bei mir nicht der Fall wegen des allgemein trueben Wetters an dem Tag. Dafuer hatte die Torii Seite durch den leichten Nebel etwas sehr interessantes, fast schon gespenstiges. Der Otake-san ist auch einer der 200 beruehmten Berge Japans sowie gehoert zu den Kanto 100.

Hoehe1267m
AnfahrtMitake Station (Ome-Line) / 御嶽駅(青梅線)
100 Blumenberge, 1000m-1500m, 2021, Kanto 100, Tokyo

Gozen-yama / 御前山

Als einer der Hauptspitzen der Okutama Region, ist der Gozenyama (aufpassen, den Namen gibt es ziemlich oft in Japan) schon fast schon ein Muss. Leicht zu erreichen muss man von Tokyo bis zur Bahn Station Okutama 奥多摩駅 und von dort aus mit dem Bus bis zur Station Okutama-ko 奥多摩湖, also Okutama See. Der See ist tatsaechlich sehr eindrucksvoll und bei der Bushaltestelle gibt es einige Tafeln die auf die Geschichte des Staudammes hinweisen. Von der Bushaltestelle ueberquert man zunaechst den Staudamm und findet dann schon den Wanderweg gleich links. Von dort aus geht es relativ steil bergauf bis man eine Aussichtsplattform erreicht, von der man einen wunderbaren Ausblick auf den Okutama See hat. Dieser Ort markiert zugleich auch die Spitze des Sasuzawa-yama サス沢山. Von dort geht es weiter, zunaechst auf den Sodake-yama 惣岳山 und kurz dahinter dann bereits der Gozen-yama 御前山.

1000m-1500m, 2020, Kumamoto, Kyushu 100, Vulkane

Neko-dake / 根子岳

Neko-dake 根子岳 ist ein Peak im Aso Hauptkrater. Der Berg ist sehr markant durch seine zackenhaftige Spitze und man erzaehlt sich im Volksmund, dass der Berg den Namen bekam, da die spitzen Peaks von weitem den Berg wie eine Katze aussehen lassen. Allerdings ist die japanische Lesung 根子 (Wurzel, Herkunft) und nicht 猫 (Katze), was mich ein wenig an dieser Namenslegende zweifeln laesst.

Leider ist die eigentliche Spitze des 根子岳 gesperrt, weil es zu gefaehlich ist aber man kann bis zur oestlichen Spitze Nekodake-Toho 根子岳東峰 heran. Es gibt mindestens 3 Wege hoch zum Nekodake-toho. Die beliebtesten sind vom Oto-one-tozanguchi 大戸尾根登山口 sowie vom Tsurui-one-tozanguchi 釣井尾根登山口 auf der anderen Seite. Fuer beide Hikes sollte man bis zu 3.5h Hin und Zurueck einplanen. Da wir unter Zeitdruck waren an dem Tag und schlechtes Wetter vorausgesagt wurde fuer den Nachmittag, entschieden wir uns eine etwas weniger bekannte, aber wesentlich kuerzere Route mit gut 2h, zu nehmen. Diese Route beginnt am Otonokuchitogenoboru-yamaguchi 大戸ノ口峠登山口駐車場 an einem kleinen Parkplatz in der Naehe eines Dammes, den man mit dem Auto von der Ost-Seite des Berges erreichen kann. Google Maps hat den Weg nicht auf der Karte, aber man kommt mit dem Auto via einem kleinen Seitenweg relativ weit an den Berg ran und muss nur dann noch die letzten 300-400m Hoehenunterschied an einer Route mit starker Steigung ueberwinden. Oben angekommen hat man sehr schoene Sicht auf den eigentlichen Hochpunkt des Berges, den Nekodake-tengu-mine 根子岳天狗峰.

Hoehe1433m (Spitze, 山頂), 1408m (Nekodake-Touhou 根子岳東峰, hoechster erreichbarer Punkt)
AnfahrtAuto
1000m-1500m, 2020, Kagoshima, Kyushu 100, Miyazaki

Shiratori-yama (Kirishima) / 白鳥山 (霧島)

Der Shiratori-yama 白鳥山 liegt unweit vom bereuehmteren Karakuni-dake 韓国岳 im selben Kirishima Gebirge. Man kann den Shiratori-yama ganz bequem vom Ebino Plateau えびの高原 erreichen und der Gipfel ist in weniger als einer Stunde zu erreichen. Wenn man auf dem Ebino Hochgebirge parkt und von dort aus frueh genug den Karakuni-dake besteigt, wuere ich empfehlen den Shiratori-yama im Anschluss noch den Shiratori-yama zu besteigen. Die Sicht auf den Karakuni-dake mit den drei Seen (Byakushi-ike 白紫池, Rokkannonmi-ike 六観音御池, sowie den Fudo-ike 不動池) im Vordergrund ist wirklich gut. Der Berg liegt auf einem rund 5km rundweg um die drei Seen. Im November 2020 war allerdings die letzte Strecke ab dem Fudo-ike gesperrt, so dass man die Runde nicht komplett laufen konnte und gezwungen ist den gleichen Weg wieder zurueck zum Parkplatz zu laufen.

Hoehe1363m
AnfahrtAuto zum Ebino Plateau (えびの高原)
1000m-1500m, 2020, Yamanashi, Yamanashi 100

Sasagogangaharasuriyama / 笹子雁ヶ腹摺山

Einer der Berge in Japan mit der wohl laengsten Lesung: Sasagogangaharasuriyama, oder 笹子雁ヶ腹摺山 auf Japanisch. Der Berg gehoert zu den Yamanashi 100 Meizan und ist sehr einfach vom Bahnhof Sasago (笹子駅) auf der Chuo-sen, die in Richtung Matsumoto faehrt zu erreichen. Vom Bahnhof muss man eine Weile die Strasse in Farhtrichtung entlanglaufen bevor man auf den Wanderpfad trifft. Dort angekommen geht es ziemlich geradlienig steil den Berg hoch bis auf ca. 1300m. Der Anstieg ist allerdings nicht sehr schwer. Oben angekommen hat man eine nette Sicht auf den Fuji-san und dann kann man entscheiden entweder direkt wieder runter wie man gekommen ist, alternativ am Gipfel links nach unten, oder – und das wuerde ich empfehlen bei gutem Wetter und ausreichend Zeit, den Bergkamm rechts weiter zu gehen zum Yonezawa-yama (米沢山) und zum Obou-yama (お坊山). Auf dem Weg gibt es eine sehr gute Aussichtsplattform ins Tal wo Sasago liegt inklusive dem Fuji im Hintergrund, und vom Obou-yama kann man wunderbar in die andere Richting blicken und bis zu den Minami-Alps und den Kita-Alps schauen bei gutem Wetter.

Es gibt in der Gegend uebrigens mehrere Berge die den Namen Gangaharasuriyama (雁ヶ腹摺山) im Namen tragen, so wie der
Ushiokunogangaharasuriyama (牛奥ノ雁ヶ腹摺山). Der eigentliche Gangaharasuriyama (雁ヶ腹摺山) liegt ein wenig weiter noerdlich und ist unter anderem bekannt weil die Fuji Sicht von dort auf dem frueheren 500-Yen-Schein abgebildet war, der aber mittlerweile nicht mehr im Umlauf ist.

1000m-1500m, 2020, Kanto 100, Tokyo

Kawanori-yama / 川苔山

Mt. Kawanori (川苔山) is a mountain of medium height situated in the Okutama region which administered by Tokyo (東京都). The mountain’s Kanji name is written in two ways: 川苔山 and 川乗山. Both ways of writing the Kanji are used interchangeably and you will see both versions appear on maps and on signposts throughout the trail. Although I had the impression that the 川苔山 version seems a bit more common. The character 苔 (こけ, koke) means moss, which seems fitting for this environment.

There are multiple ways to hike Mt. Kawanori. The most popular route starts at the Kawanori Bridge (川苔橋) and leads to the summit via the Kawanori valley (川苔谷) passing by the Hyakuhiro waterfall (百尋の滝). However, as of October 2020, this route is currently off limits due to heavy damages caused by the typhoon number 19 that wreaked havoc in Japan in Autumn 2019. For this reason, the buses that leave for the Kawanori Bridge also do not currently stop at the stations. You can check the current status here (in Japanese).

For this reason, we chose the route that starts directly at Okutama Station. When starting there, the route first leads to Mt. Honita and then over to Mt. Kawanori. The ascent however is quite steep, but not overly difficult in terms of technique needed. The descent can be done via Hatonosu Station (鳩の巣駅) or Kori Station (古里駅). The descent via Kori Station is a bit longer, but also a bit gentler on the knees. In total, I would recommend planning about 7h average for the route.