<1000m, 2020, Japan 100, Kagoshima, Kyushu 100, Local Fuji, Vulkane

Kaimon-dake / 開聞岳

Der Kaimon-dake 開聞岳 war schon laenger auf meiner Bucket List. Mit gerade einmal 924m Hoehe ist er einer der kleineren 100 Meizan (der andere unter 1000m ist der Tsukuba-san im Norden Tokyos).

Trotz seiner “kleineren” Statur sticht der Kaimon-dake sehr stark aus der Landschaft als einzige hoehere Erhebung am suedlichsten Zipfel Kyushus. Direkt am Wasser gelegen, ist das Klima entsprechend subtropisch und auch Ende November war es noch reichlich schwuel beim Aufstieg durch den Wald.

Durch die wohlgeformte Schichtvulkan-Figur nennt man den Vulkan auch Satsuma-Fuji 薩摩富士, gemaess der Satsuma Provinz im alten feudalen Japan.

1000m-1500m, 2020, Kagoshima, Kyushu 100, Miyazaki

Shiratori-yama (Kirishima) / 白鳥山 (霧島)

Der Shiratori-yama 白鳥山 liegt unweit vom bereuehmteren Karakuni-dake 韓国岳 im selben Kirishima Gebirge. Man kann den Shiratori-yama ganz bequem vom Ebino Plateau えびの高原 erreichen und der Gipfel ist in weniger als einer Stunde zu erreichen. Wenn man auf dem Ebino Hochgebirge parkt und von dort aus frueh genug den Karakuni-dake besteigt, wuere ich empfehlen den Shiratori-yama im Anschluss noch den Shiratori-yama zu besteigen. Die Sicht auf den Karakuni-dake mit den drei Seen (Byakushi-ike 白紫池, Rokkannonmi-ike 六観音御池, sowie den Fudo-ike 不動池) im Vordergrund ist wirklich gut. Der Berg liegt auf einem rund 5km rundweg um die drei Seen. Im November 2020 war allerdings die letzte Strecke ab dem Fudo-ike gesperrt, so dass man die Runde nicht komplett laufen konnte und gezwungen ist den gleichen Weg wieder zurueck zum Parkplatz zu laufen.

Hoehe:1363m
Anfahrt:Auto zum Ebino Plateau (えびの高原)
100 Blumenberge, 1500m-2000m, 2020, Japan 100, Kagoshima, Kyushu 100, Miyazaki, Vulkane

Karakuni-dake (Kirishima) / 韓国岳 (霧島)

Das Kirishima 霧島 Gebirge ist eine wunderschoene Landschaft aktiver Vulkane noerdlich der japanischen Stadt mit dem gleichen Namen (霧島市) in der Provinz Kagoshima 鹿児島, gelegen auf der suedlichsten Hauptinsel Kyushu 九州. Die hoechste Erhebung ist der Karakuni-dake 韓国岳 mit stolzen 1700m. Fun fact: die ersten beiden Kanji sind die gleichen, welche fuer das Land Sued-Korea benutzt werden. Das ganze Kirishima Gebirge ist sehr markant und kann auch aus Richtung Haneda im Anflug auf den Flughafen Kagoshima auf der rechten Seite bewundert werden.

Die Wanderwege starten auf dem Ebino Hochland えびの高原, wo es auch genug Parkplaetze gibt. Wer eine Alternativroute nehmen will, kann auch kurz vor dem Ebino Hochland Parkplatz an der Zubringerstrasse aus Richtung Kirishima-Stadt an den Parkplaetzen links/rechts von der Strasse halten wenn Platz ist. Dort, aber unweit vom Ebino Hochland, started die Route zum Karakuni-dake ueber den Onami Teich 大波池, einen sehr schoenen Vulkankrater mit kristallklarem Wasser gefuellt, ebenso auf den Karakuni-dake. Wir haben die Route vom Ebino Hochland genommen die in gut einer Stunde hoch auf den Karakuni-dake fuehrt. Absteigen kann man wahlweise ueber den Onami Teich/Krater (das wuerde ich empfehlen) oder den gleichen Weg wieder zurueck.

Vom Gipfel aus sieht man auch einen sehr aktiven, rauchenden Vulkan, then Shinmoe-dake 新燃岳. Diesen konnte man frueher auch besteigen (der Wanderweg fuehrt vom Karakuni-dake auch hin), jedoch ist die Route wegen der erhoehten vulkanishcen Aktivitaet des Berges gesperrt. Auf dem Abstieg haben wir einen aelterne ehrenamtlichen Wanderfuehrer getroffen, der uns erzaehlt hat, dass man den Shinmoe-dake frueher ohen probleme besteigen konnte und er auch oft gemacht hat, der weg jedoch seit ueber 12 Jahren bereits gesperrt ist. Danach hat er uns auch seine Wanderkarte von Kirishima geschenkt, sehr nett. Sollte der Shinmoe-dake irgendeinmal wieder begehbar sein, dann sollte man vielleiht recht schnell versuchen ihn zu besteigen. Bei Vulkanen weiss man nie wann sie das naechste mal wieder aktiver werden und die Route wieder gesperrt wird.

1500m-2000m, 2020, Yamanashi, Yamanashi 100

Gangaharasuriyama / 雁ヶ腹摺山

Der Gangaharasuriyama 雁ヶ腹摺山, bzw. Die Sicht von seinem Gipfel, ist ein sehr bekannter Berg in Japan. Viele werden es vielleicht nicht wissen oder nicht erkennen, aber das Fuji-san Motiv, welches frueher die 500yen Scheine gepraegt hat (die aber leider nicht mehr im Umlauf sind) stammt von hier. Und tatsaechlich hat man vom Gipfel des Berges eine wunderbare Aussucht auf den Fuji-san sowie die Berge davor (Takigo-yama 滝子山, Tsurugatoya-yama 鶴ヶ鳥屋山 etc.). Da der Berg ein wenig weiter weg von der naechsten Bahnstation liegt, muss man entweder mit dem eigenen Auto oder dem Taxi von Otsuki ca. eine Stunde Fahrt in Kauf nehmen, um zum naechsten Wanderweg-Eingang 登山口 zu gelangen. Dieser ist am Oo-toge 大峠, welches bereits auf ueber 1500m liegt. Von dort geht es ca. 1 Stunde Bergauf, bis man den Gipfel des Gangaharasuri-yama erreicht.

Uebrigens: Der recht lange Name bedeutet sinngemaess “Berg an dem eine Gans auf Wanderung ihren Bauch rubbelte, und weiterflog”.

Hoehe:1874m
Anfahrt:Otsuki Station (Chuo Main Line) / 大月駅(中央本線)dann nach Otoge 大峠 mit Taxi oder Anfahrt mit eigenem Auto
<10km, 1500m-2000m, 2020, 5-8h, Japan 100, Japan Ultra, Local Fuji, Tottori

Daisen / 大山

Der Daisen ist der hoechste Berg in der Praefektur Tottori (鳥取県), welche am Japanischen Meer liegt. Daisen (jp. 大山, was einfach “Grosser Berg” bedeutet und in anderen Gebieten oft Ooyama gelesen wird) ist ein relativ freistehender Berg von 1729m und gehort zu den 21 japanischen Ultras, Berge die eine Prominenz (zu dt. auch Schartenhöhe) von 1500m oder mehr haben. Der Berg wird auch manchmal als Hoki-Fuji (伯耆富士) oder Izumo-Fuji (出雲富士) bezeichnet wegen der (fraglichen) Formaehnlichkeit zum Fuji-san.

Der Hike an sich ist nicht zu schwer aber ist fast die ganze Zeit von Treppensteigen gekennzeichnet. Ab der 7ten Station bekommt man eine super Sicht auf die Umgebung, und ca 500m vor dem Gipfel passiert man ein Plateau, was von hoelzernden Laufstegen durchzogen ist. Was sicherlich im Sommer sehr angenehm ist, kann aber auch gefaehlich im Winter werden wenn die Laufstege vereist und sehr rutschig sind. So war es auch als wir hoch sind und man musste sich sehr langsam bewegen um nicht staendig hinzufallen. Zudem war es Anfang November schon richtig kalt auf dem Gipfel (Minusgrade).

Nachdem ein Erdbeben den eigentlichen Gipfel des Berges, den Kengamine (剣ヶ峰), nicht mehr zugaenglich gemacht hat, fuehren die Wanderwege aktuell nur auf maximal den Misen (弥山), der mit einer Hoehe von 1709m aber nur 20 Meter niedriger ist.

1000m-1500m, 2020, Yamanashi, Yamanashi 100

Sasagogangaharasuriyama / 笹子雁ヶ腹摺山

Einer der Berge in Japan mit der wohl laengsten Lesung: Sasagogangaharasuriyama, oder 笹子雁ヶ腹摺山 auf Japanisch. Der Berg gehoert zu den Yamanashi 100 Meizan und ist sehr einfach vom Bahnhof Sasago (笹子駅) auf der Chuo-sen, die in Richtung Matsumoto faehrt zu erreichen. Vom Bahnhof muss man eine Weile die Strasse in Farhtrichtung entlanglaufen bevor man auf den Wanderpfad trifft. Dort angekommen geht es ziemlich geradlienig steil den Berg hoch bis auf ca. 1300m. Der Anstieg ist allerdings nicht sehr schwer. Oben angekommen hat man eine nette Sicht auf den Fuji-san und dann kann man entscheiden entweder direkt wieder runter wie man gekommen ist, alternativ am Gipfel links nach unten, oder – und das wuerde ich empfehlen bei gutem Wetter und ausreichend Zeit, den Bergkamm rechts weiter zu gehen zum Yonezawa-yama (米沢山) und zum Obou-yama (お坊山). Auf dem Weg gibt es eine sehr gute Aussichtsplattform ins Tal wo Sasago liegt inklusive dem Fuji im Hintergrund, und vom Obou-yama kann man wunderbar in die andere Richting blicken und bis zu den Minami-Alps und den Kita-Alps schauen bei gutem Wetter.

Es gibt in der Gegend uebrigens mehrere Berge die den Namen Gangaharasuriyama (雁ヶ腹摺山) im Namen tragen, so wie der
Ushiokunogangaharasuriyama (牛奥ノ雁ヶ腹摺山). Der eigentliche Gangaharasuriyama (雁ヶ腹摺山) liegt ein wenig weiter noerdlich und ist unter anderem bekannt weil die Fuji Sicht von dort auf dem frueheren 500-Yen-Schein abgebildet war, der aber mittlerweile nicht mehr im Umlauf ist.