<10km, 1-3h, 1500m-2000m, 2021, Aomori, Japan 100, Local Fuji, Tohoku 100

Iwaki-san / 岩木山

Der Iwaki-san ist ein imposanter Vulkan in Aomori Praefektur, dem noerdlichstem Verwaltungsgebiet auf der Insel Honshu. Der Vulkan ist freistehend und bei gutem Wetter in allen umliegeneden Staedten wie z.B. Hirosaki 弘前市 oder Aomori 青森市 zu sehen. Kein Wunder also dass der Vulkan tief in der Kultur und Gesellschaft Aomori’s verankert ist und auch in der Liste der 100 beruehmten japanischen Berge gelistet ist. Der Namensursprung ist nicht eindeutig geklaert, man vermutet entweder dass es ein Ainu Ursprung haben kann, oder aber auch dass es von Steinschloss (石の城) kommt, was dann zu 岩城 (gelesen Iwaki) wurde und dann vereinfacht zu 岩木 (gelesen Iwaki). Auf der Tsugaru Ebene gelegen und von der Form an Fuji-san erinnernd, nennt man den Iwaki-san lokal auch Tsugaru-Fuji 津軽富士.

Auf den Vulkan gibt es mehrere Routen, doch die bequemste ist, die Tsugaru Skyline mit dem Auto hochzufahren, denn dort gibt es ein Parkplatz auf der 8ten Station. Allerdings kostet die Nutzung der Skyline 1830 Yen (Stand: 2021) und es ist eine relativ lange Serpentinenstrasse mit 69 Nadelohrkurven. Wer damit kein Problem hat kann von der 8ten Station dann entweder mit dem Lift weiter, oder von dort anfangen mit dem Wandern. Ich persoenlich wuerde den Lift skippen, da man maximal 40 Minuten dadurch Zeit spart und man von der obersten Lift Station trotzdem noch 30 Minuten zum Gipfel braucht. Von der 8ten Station sind es soweie nur 1-1.5h bis nach oben. An der 8ten Station gestarted geht es ca 3-40 Minuten durch ein dichtes Waldstueck bis man durch an die Baumgrenze stoesst, ab wann es dann nur noch vulkanisches Gestein. Auf dem Weg nach oben trifft man einige interessante Steinformationen und eine Huette, wo andere Wnaderwege zusammen laufen.

Oben angekommen findet man die Gipfelmarkierung in Form einer Steinpyramide, sowie eine unbemannte Huette und einen Shinto-Schrein. Bei guter Witterung hat man von oben ein 360 Grad Sicht auf die Tsugaru Ebene. Als ich dort ankam hat es leider schon ziemlich angefangen zu regnen und die Sicht blieb mir verwehrt, obwohl es kurz vorher im Tal noch sonnig war. Eine weitere Erinnerung daran, dass das Wetter in den Bergen unberechenbar ist und man immer die Regensachen dabei haben sollte, wie ich auch and diesem Tag (zum Glueck).

Name:Iwaki-san 岩木山
Hoehe:1625m
Fuji Name:Tsugaru Fuji 津軽富士, Oku Fuji 奥富士
Dauer:Von der 8ten Station: 2-3h
Entfernung:4km
Anfahrt:Ueber die Tsugaru Skyline mit dem Auto (Zugang kostet 1860 Yen), dann entweder zu Fuss besteigen (1.5h bis zum Gipfel) oder weiter mit dem Lift und dann nur noch ca. 0.5h bis zum Gipfel.
GPX:GPX Track
<1000m, <10km, 3-5h, Yamanashi, Yamanashi 100

Takatsuka-yama / 高柄山

Wenn man in Tokyo lebt und in Yamanashi wandern gehen moechte, dann sind die Berge an der Chuo Line hinter Takao sehr empfehlenswert wegen dem einfachen Zugang. Einer der ersten Berge direkt hinter der Praefekturgrenze zwischen Kanagawa und Yamanashi ist der Takatsuka-yama. Mit 733m ist er nicht sehr hoch, aber macht sich gut fuer einen halben Tagesausflug. Vom Uenohara Bahnhof aus kann man bequem ueber den Sagami Fluss 相模川 laufen und danach direkt rechts abbiegen und den Schildern zum Wanderweg Richtung Gozen-yama 御前山 folgen. Der Gozen-yama 御前山, bzw. besser gesagt der Tsurushima-gozenyama 鶴島御前山 (Gozen-yama ist wohl einer der am haeufigsten vorkommenden Bergnamen), ist ein mittelgrosser Berg mit einem relativ starken Anstieg. In einem der japanischen Reisefuehrer die ich gelesen habe wird sogar die Route ueber den Gozenyama abgeraten und die leicht versetzte Route direkt hoch zum Takatsuka-yama empfohlen. Obwohl der Anstiegzum Gozenyama wirklich steil ist, finde ich es jedoch nicht allzu schwierig, da der Berg ja auch nciht so hoch ist.

Weiterhin kommt man auf dem Weg zum Wanderweg Eingang des Gozen-yama in einer kleinen Siedlung ein wenig abseits des Hauptweges vorbei in der fast jedes japanische Haus einen traditionellen Speicher (Kura, 蔵・倉) besitzt. Diese Lagerhallen sind sehr traditionell und es gab frueher ganze Viertel mit diesen Haeuserstrukturen. In Praefekturen wie Fukushima kann man noch Reste solcher Speicherstaedte besichtigen. Umso mehr erfreut es, diese Kura in so haeufiger Form an einem Wanderweg zu finden. In der Gegend gibt es uebrigens auch eine ganze Reihe von Berge mit Kura im Namen, wie z.B. den Kuratake-yama 倉岳山 oder den Narakura-yama 奈良倉山, um nur ein paar zu nennen.

Der Gipfel des Gozen-yama ist relativ unspektakulaer, dafuer kann man kurz dahinter einen guten Blick auf den Takatsuka-yama nehmen. Ueber den Bergrat vorbei am Shinyanone-toge 新矢野根峠 geht es dann auch relativ problemlos nach oben. Nach ca 2h ist man dann auf dem Gipfel des Takatsuka-yama angekommen. Es gibt ein kleinen Gipfelschrein sowie eine Aussicht in Richtung Okutama Gebirge 奥多摩. Den Otake 大岳 kann man sehr markant sehen. Eine kleine Warnung an dieser Stelle. Ich war in letzter Zeit haeufiger in der Gegend zum wandern und habe auch an diesem Tag eine Schlange gesehen auf der Spitze. Die Haeufigkeit mit der ich diese Schlangen in der Gegend sehe ist ungewoehnlich. Meist fliehen sie vor den Menschen aber man sollte trotzdem aufpassen.

Vom Gipfel kann man weiter in Richtung Kuratake-yama 倉岳山 wandern, oder direkt den Abstieg nach Shiotsu 四方津駅 nehmen. Ich entschied mich fuer den Direktabstieg da ich auf dem naechsten Berg schon einmal war. Der Abstieg fuehrt ein kurzes Stueck steil bergab bis man an ein Stueck kommt dass einen Fluss entlang fuehrt. Am Ende des Flusses kommt ein Pflasterweg und man geht den Rest des Weges bis zum Bahnhof auf Beton. Alles in Allem ein angenehmer nicht so schwerer Hike und einfach zu erreichen von Tokyo.

Hoehe:Tsurushima-gozenyama 鶴島御前山: 484m, Takatsuka-yama 高柄山: 733m
Anfahrt:Chuo Line Uenohara Station 中央線上野原駅 / Chuo Line Shiotsu Station 中央線四方津駅
Dauer:5h
Laenge:10km
GPX:GPX File
<1000m, <10km, 1-3h, 2021, Niigata

Osado Ishina Zedernwald / 大佐渡石天然杉

Wenn man an Sadogashima denkt, dann fallen einem sicherlich die beruehmten Goldminen 佐渡銀山 ein, der Kinpoku-san 金北山, oder die ortstypischen kreisrunden Boote “taraibune” たらい舟. Es gibt aber noch andere interessante Orte auf der Insel, wie zum beispiel der kurze aber sehr interessante Wander-Rundweg entlang dem Osado Ishina Zedernwald. Auf dem Rundweg, der gut einem halben Kilometer lang ist und sich auf knapp 1000 Hoehenmeter befindet, befinden sich mehrere imposante alte Zedernbaeume in verschiedenen Formen.

Um dort hin zu kommen muss man zunaechst mit dem Auto erst einmal den richtigen Weg finden. Es gibt zwar mehrere Strassen die ueber das Gebirge auf der Nordhaelfte der Insel fuehren, zum Zedernwald fuehrt jedoch nur eine Strasse, deren Einfahrt schwer zu sehen ist (ich habe sie beim ersten Mal uebersehen und bin dran vorbeigefahren). Wenn man von der Suedseite kommt muss man in dem Ort Waki 和木 beim Wagi-jinja 和木神社 entlang des kleinen Flusses die Strasse in Richtung Gebirge nehmen, und dort immer gerade aus, ein paar Serpentinen und ca ne halbe Stunde weiter erreicht man den Parkplatz zum Eingang des Wanderweges.

Insgesamt gibt es 5 beeindruckende grosse Zedern die mit Namen versehen wurden:

NoName日本語BedeutungHoeheBreite
1Zouge-sugi象牙杉Elfenbein Zeder18m9.6m
2Shitennou-sugi四天王杉Zeder der 4 Himmelskoenige21m12.6m
3Daikoku-sugi大黒杉Zeder des Gott des Reichtums19m3.5m
4Kazoku-sugi家族杉Familien Zeder16m6.3m
5Hagoromo-sugi羽衣杉Federkleid Zeder18m6.2m

Auf der offiziellen Seite der Praefektur Niigata gibt es Flyer und Wanderkarten (nur auf Japanisch).

Am Ende des Rundweges gibt es noch eine Aussichtsplatform von der man das Umland und den Felsen Onogame 大野亀 sehen kann.Wahlweise kann man auch von dem Zedernwald ueber den Bergkamm zum Donden Hochland ドンデン高原 und weiter zum Kinpoku-san 金北山 wandern. Diese Route duerfte jedoch eine Tageswanderung sein und das nur in eine Richtung.

<1000m, <10km, 1-3h, 100 Inselberge, 2021, Niigata

Donden-yama / ドンデン山

Neben dem Kinpoku-san 金北山 ist der Donden-yama ドンデン山 bzw. das Donden Hochland ドンデン高原 das beliebteste Hiking Ziel auf Sadogashima 佐渡ヶ島. Beliebt ist ebenso die Traverse vom Donden Hochland hin zum Kinpokus-san, welche bis zu 7h dauern kann. Da wir an diesem Tag mit Auto waren und auch wieder dort zurueck mussten, wo wir gestarted sind, war dies keine gute Option fuer uns. So entschieden wir uns, den Donden-yama direkt nach Besteigen des Kinpoku-san anzufahren.

Die Anfahrt fuehrt ueber eine der wenigen Bergstrassen hoch zur Donden Hochland Lodge 佐渡・高原リゾート ドンデン高原ロッジ, welche nur etwa 100m unter dem Hochland liegt. Von dort aus startet der Hiking trail. Donden-yama ist zwar nicht ausgeschildert, aber dafuer Shiritate-yama尻立山 sowie der Donden Teich ドンデン池. Folgt man dem Pfad, kommt man schon nach 15 Minuten oben auf das Hochland und nach weiteren 20 Minuten schon auf den Shiritate-yama, von dem es sehr schoene Aussichten auf das Hcohland gibt. Danach muss man ein wenig absteigen (Achtung Rutschgefahr durch viele Kieselsteine!) damit man zum Donden Teich kommt. Im Hintergrund kann man auch die Donden Emergency Hut sehen.

Den Namen Donden sieht man fast ueberall nur auf Katakana als ドンデン山. Auf dem Gipfel des eigentlichen Donden-Yamas angekommen sieht man ein Gipfelpfahl, der die Kanji liste 論天山. Der Donden-yama ist dabei nicht die hoechste Spitze in der Region, aber bietet einen schonen Blick ins Tal auf den Ryotsu Hafen.

Name:Donden-yama / ドンデン山 / 論天山
Hoehe:872m
Laenge:5 km
Dauer:1.5 h
Anfahrt:Mit dem Auto zur Donden Hochland Lodge 佐渡・高原リゾート ドンデン高原ロッジ
GPX:GPX Track
<10km, 1-3h, 1000m-1500m, 2021, Japan 300, Niigata

Kinpoku-san / 金北山

Sadogashima 佐渡ヶ島 ist grob aufgeteilt in zwei Inselhaelften. Die gebirgibe Suedhaelfte sowie die ebenfalls gebirgibe Nordhaelfte, welche beide durch eine flache Ebene verbunden sind. Durch die Form beider Haelften (oval) und den Fakt dass die Suedhaelfte nach Westen weiter ragt und die Nordhaelfte nach Osten, gibt der Insel die stilisitischen Form eines “S”. Der Hoechste Punkt auf der Insel stellt der Kinpoku-san 金北山 (dt. Nord-Gold Berg) dar. Frueher hiess der Berg wohl schlichtweg Hoku-san (北山) doch seitdem grosse Goldvorkommen auf der Insel gefunden wurden zum Anfang der Edo Zeit, hat der Berg seinen heutigen Namen bekommen.

Auf dem Gipfel befindet sich eine alte verlassene Radarstation der japanischen Selbstverteidigugskraefte (自衛隊). Die Station war lange im Betrieb um Radarsignale auf der Seite des Japanischen Meeres abzufangen (dafuer eignet sich die Lage Sados sehr gut) bis ins Jahr 2010. Seit dem ist eine modernere Radarstation auf dem benachbarten Myoken-san 妙見山 gebaut wurden, welche wie eine grosse weisse Box aussieht. Vom Tal her kann man die “Box” sehr gut sehen, und sehr leicht mit der Spitze des Kinpoku-san verwechseln. Interessanterweise wissen selbst die Einheimischen nicht wirklich den Unterschied. Die in Sado geboren und aufgewachsene Landlady in der Unterkunft wo wir blieben, hatte vom Kinpoku-san mit der grossen weissen Box auf dem Gipfel gesprochen. Weiterhin war ihr nicht bekannt, dass man ueberhaupt auf den Gipfel kann als Privatperson.

Tatsaechlich muss man, je nach Route, durch eine Gegend in der mehrere dieser Radaranlagen stehen und die von den japanischen Selbstverteitdigungsstreitkraeften bewirtschafted wird. War es frueher vielleicht nicht moeglich, so ist dies nun durchaus passierbar, vorausgesetzt, man reicht ein Formblatt ein, auf dem Name und Plan der Wanderer vermerkt sind, ein sogenanntes Tozan-Todoke 登山届け (siehe hier bzw hier fuer das Formblatt (jp.)). Um es einzureichen kann man es bequem an einer Box (登山届けボックス) am Eingang des Wanderwegs hinein werfen.

Wanderwerg die auf den Kinpokusan fuehren gibt es mehrere. Die wohl beliebteste Treking Tour ist vom Donden Hochland zu starten und die 6h+ ueberquerung zum Kinpoku-san zu begehen. Da dies ein One-way trip ist und wir mit Auto unterwegs sind, entschieden wir uns den Berg von der anderen Seite zu besteigen. Der Startpunkt liegt beim Hakuun-Dai Observation Deck 交流センター 白雲台, ein Rastplatz auf der Osado Skyline, eine Bergueberfuehrungsstrasse mit Aussucht in das Tal. Hakuun 白雲 heisst nichts anderes als “weisse Wolken”. Vom Rastplatz mit einigen Parkplaetzen dann geht es auch schon los. Das Tor des Weges welches der japanischen Streitkraefte gehoert kann man nach Abgabe des Wanderplans links passieren. Danach ist der Weg ausgeschildert auf Japanisch, aber die WEge die man nicht gehen darf sind unverkennbar mit einem X markiert.

Die Spitze des Kinpoku-san kann man bereits vom Parkplatz der Hakuun-dai Station sehen. Bis zur Spitze sind es weniger als 5km und es sollte nicht laenger als 1.5h brauchen um oben anzukommen. Auf dem Weg passiert man die grosse weisse Box auf dem Myoken-san sowie ein paar andere Radarstationen auf mehreren Huegeln. Oben angekommen wird man von der verlassenen Radarstation begruesste. auf der rechten Seite gibt es eine Treppe die zu einem Tempel auf der Spitze fuehrt, dort befindet sich auch das Gipfelkreuz/-schild. Weiterhin steht dort eine Steintafel mit einem Relief der 7 Gluecksgoetter (七福神). Vom Tempel aus hat man eine sehr gute Aussicht in das Tal in der Mitte der Insel, inklusive des Ryotsu Hafens 両津港.

Name:Kinpoku-san 金北山, Hoku-san 北山 (ehemals)
Hoehe:1172m
Laenge:9km
Dauer:2.5h
Anfahrt:Mit Auto bis zum 交流センター 白雲台 Observation Deck
GPX:GPX Track
<10km, 1-3h, 1500m-2000m, 2021, Fukushima

Higashi Azuma-yama / 東吾妻山

Neben dem Bandai-san und dem Adatara-yama ist der Azuma-yama der dritte 100 Meizan in der Region um den Inawashiro See. Wie viele andere Berge in Japan, steht der Name Azuma-yama dabei nicht fuer eine Bergspitze, sondern fuer ein größeres Gebirge mit mehreren Spitzen. Die höchste Spitze auf dem Azuma-yama ist der Nishi-Azuma-yama und auch der Punkt, der im allgemeinen den Meizan markiert. Ein paar Spitzen weiter östlich gibt es den Higashi-Azuma-yama, welcher ebenfalls ein Abstecher wert ist.

Wenn man den Azuma-Konfuji oder den Issaikyo-yama besteigen will, dann kann man dies relativ einfach auch mit dem Higashi-Azuma-yama verbinden. Vom Kodaira

<10km, 1500m-2000m, 2021, 3-5h, Fukushima, Japan 100, Local Fuji, Tohoku 100, Vulkane

Bandai-san / 磐梯山

Der Bandai-san 磐梯山 ist ein prominenter Schichtvulkan im Norden des Inawashiro Sees 猪苗代湖 in der Praefektur Fukushima. Der Vulkan ist im Jahr 1888 relativ stark ausgebrochen, was die Form des Berges sehr stark veraendert hat und den heutigen Teil Ura-Bandai 裏磐梯 geformt hat. Davor hatte der Bandai-san eine aehnlich zylindrische Form wie der Fuji, woher er auch den Beinamen Aizu-Fuji 会津富士 bekam. Aizu-Wakamatsu 会津若松, oder manchmal auch nur Aizu 会津 genannt ist eine alte traditionelle Stadt westlich des Inawashiro Sees. Wer mehr ueber den Berg und die Eruption Ende des 19ten Jahrhunderts erfahren moechte, dem sei ein Besuch im lokalen Bandai Vulkan Museum angeraten. Das japanische Wetteramt hat auch sehr interessante Informationen zum Bandai-san auf ihrer Website (auf Englisch)

Es gibt mehrere Routen auf den Berg. Die einfachste und wohl beliebteste Route startet am Happodai 八方台登山口, welches sich direkt mittig der sogenannten Gold-Line ゴールドライン befindet, eine Bergstrasse die von Sueden nach Ura-Bandai fuehrt. Beim Happodai Eingang befindet sich ein relativ grosser Parkplatz, es sei aber trotzdem jedem geraten, so frueh wie moeglich zu kommen. Da der Bandai-san auch unter den 100 beruehmten Bergen Japans zaehlt, ist er extrem beliebt als Wanderziel.

Der Hike an sich ist nicht allzu schwer und den Gipfel erreicht man in ca. 2 Stunden. Auf dem Weg passiert man eine alte verlassene Huette in der Naehe einer heissen Schwefelquelle 温泉, das Naka-no-yu 中の湯. Ca. 20 Minutem vor em Gipfel erreicht man ein Plateau von dem es eine Gute Aussucht auf das Umland gibt. Von dort aus sind es dann nur noch ca. 20. Minuten bis zum Gipfel. Der Gipfel an sich bietet ebenso eine freie Sicht auf das Umland.

<1000m, <10km, 1-3h, 2021, Saitama

Tenkaku-san / 天覚山

Als Teil der sogenannten Hannou Alps 飯能アルプス liegt so ziemlich in der Mitte zwischen dem Izugatake und dem Tenran-zan 天覧山 der Tenkaku-san 天覚山. (Ich glaube der Begriff Alps ist in Japan allgegenwaertig und wird fuer alles was eine Aneinanderreihung von Bergen/Huegeln darstellt benutzt.) Waehrend der Berg nicht wirklich ein Meizan ist, hatte ich mich an einem heissen Sommermorgen entschlossen, das Stueck zwischen Higashi-Agano und Agano einmal abzugrasen. In der schwuelen Sommerhitze in Japan muss man echt aufpassen und ich empfehle jedem es nicht zu uebertreiben. An Tagen mit fast 35 Grad und maximaler Luftfeuchte wuerde ich maximal ein Halbtages-hike machen, das heisst fruehstmoeglichst los und versuchen vor der erdrueckenden Mittagshitze schon wieder auf dem Rueckweg sein. Der Tenkaku-yama eignete sich dabei sehr gut mit seinen nur ca. 2.5h von Bahnhof zu Bahnhof.

Vom Bahnhof Higashi-Agano geht es hinter dem Bahnhof entlang der Schienen bis man an den Schienenuebergang kommt. Auf der anderen Seite dann rechts am Holzbetrieb vorbei, dann links hoch und schon ist man am Anfang des Wanderweges (登山口). Der Weg hoch zum Tenkaku-san fuehrt einen Steilen Anstieg ca. 30-40 Minuten. Kurz danach ist man auch schon oben. Da der Berg nicht allzu hoch ist, faellt dies nicht sehr schwer.

Auf dem Tenkaku-san angekommen gibt es einige Baenke und auch eine unerwartet gute Aussicht auf die Umgebung. Man kann auf die markanten Spitzen Okutamas, wie zum Beispiel den Honita-san oder den Kawanori-yama schauen. An klaren Tagen kann man sogar in der Ferne den Fuji-san sehen. Nachdem man sich auf der Spitze des Tenkaku-san ausgerueht hat, geht, es weiter ueber die Ridge Richtung Ootaka-yama 大高山. Der Weg zum Ootaka-yama zieht sich ein wenig und ist sehr uneben, aber nicht sonderlig schwierig. Nach ca. 40 Minuten kommt man dann schliesslich auf dem Ootaka-yama an, welcher jedoch relativ unspektakulaer ist. Von dort ist der Weg Richtung Agano Station 吾野駅 ausgeschildert (nur Kanji). Steigt man Richtung Agano Station ab dann kommt man kurz vor de Bahnhof am lokalen Friedhof raus, an welchem Fuss sich auch die Agano Quelle 吾野湧水 (Agano Yuusui) befindet, welche mit Frischwasser aufwartet.

Hoehe:Tenkaku-san 天覚山: 445.5m / Ootaka-yama 大高山: 493m
Anfahrt:Higashi-Agano Station 東吾野駅 / Seibu Ikebukuro Line 西武池袋線
Laenge:~8km
Dauer:~2.5h
GPX:GPX Track
<10km, 1-3h, 1500m-2000m, 2021, Gunma, Japan 200, Kanto 100, Local Fuji

Asamakakushi-yama / 浅間隠山

Der Asamakakushi-yama 浅間隠山 ist ein relativ einfach zu besteigender Berg mit Rundumblick auf den Asama-yama 浅間山 sowie das Umland. Der Wanderweg beginnt an einem Parkplatz an einer Bergstrasse (浅間隠山登山口駐車場) und der Anstieg dauert nur eine gute Stunde fuer geuebte Wanderer. Anfaenglich ist der Anstieg sehr leicht, nur die letzten 200-300 Hoehenunterschied wird es relativ steil. Sobald man am Bergkamm angekommen ist sind es nur noch 10 Minuten bis zum eigentlichen Gipfel, von welchem man eine formidable Aussicht auf das Umland hat.

Der Name des Berges ruehrt daher, dass er den Asama-yama 浅間山 (uebrigens der aktivste Vulkan auf der Hauptinsel Honsho) verdeckt (bzw. versteckt) wenn man aus den Ortschaften Higahishi-azuma 東吾妻 und Nakanojo-cho 中之条町 schaut (Kakushi 隠し = verstecken). Wegen seiner Form, traegt der Berg ebenso den Namen Kawaura-Fuji 川浦富士 sowie wegen der Doppelspitze auch den Namen Yahazu-yama 矢筈山.

Name:Asamakakushi-yama 浅間隠山
Alternative Namen:Kawaura-Fuji 川浦富士, Yahazu-yama 矢筈山
Hoehe:1756.7m
Laenge:~5.5km
Anfahrt:Auto bis nach Asamakakushi-yama Tozan-guchi Chushajo 浅間隠山登山口駐車場
Dauer:2-3h
Schwierigkeitsgrad:Einfach
Naechstes Onsen:Asamakakushi-onsen-kyo 浅間隠温泉郷
GPX:GPX Track
<10km, 1500m-2000m, 2020, 5-8h, Japan 100, Japan Ultra, Local Fuji, Tottori

Daisen / 大山

Der Daisen ist der hoechste Berg in der Praefektur Tottori (鳥取県), welche am Japanischen Meer liegt. Daisen (jp. 大山, was einfach “Grosser Berg” bedeutet und in anderen Gebieten oft Ooyama gelesen wird) ist ein relativ freistehender Berg von 1729m und gehort zu den 21 japanischen Ultras, Berge die eine Prominenz (zu dt. auch Schartenhöhe) von 1500m oder mehr haben. Der Berg wird auch manchmal als Hoki-Fuji (伯耆富士) oder Izumo-Fuji (出雲富士) bezeichnet wegen der (fraglichen) Formaehnlichkeit zum Fuji-san.

Der Hike an sich ist nicht zu schwer aber ist fast die ganze Zeit von Treppensteigen gekennzeichnet. Ab der 7ten Station bekommt man eine super Sicht auf die Umgebung, und ca 500m vor dem Gipfel passiert man ein Plateau, was von hoelzernden Laufstegen durchzogen ist. Was sicherlich im Sommer sehr angenehm ist, kann aber auch gefaehlich im Winter werden wenn die Laufstege vereist und sehr rutschig sind. So war es auch als wir hoch sind und man musste sich sehr langsam bewegen um nicht staendig hinzufallen. Zudem war es Anfang November schon richtig kalt auf dem Gipfel (Minusgrade).

Nachdem ein Erdbeben den eigentlichen Gipfel des Berges, den Kengamine (剣ヶ峰), nicht mehr zugaenglich gemacht hat, fuehren die Wanderwege aktuell nur auf maximal den Misen (弥山), der mit einer Hoehe von 1709m aber nur 20 Meter niedriger ist.