<10km, 1500m-2000m, 2021, 3-5h, Fukushima, Japan 100, Local Fuji, Tohoku 100, Vulkane

Bandai-san / 磐梯山

Der Bandai-san 磐梯山 ist ein prominenter Schichtvulkan im Norden des Inawashiro Sees 猪苗代湖 in der Praefektur Fukushima. Der Vulkan ist im Jahr 1888 relativ stark ausgebrochen, was die Form des Berges sehr stark veraendert hat und den heutigen Teil Ura-Bandai 裏磐梯 geformt hat. Davor hatte der Bandai-san eine aehnlich zylindrische Form wie der Fuji, woher er auch den Beinamen Aizu-Fuji 会津富士 bekam. Aizu-Wakamatsu 会津若松, oder manchmal auch nur Aizu 会津 genannt ist eine alte traditionelle Stadt westlich des Inawashiro Sees. Wer mehr ueber den Berg und die Eruption Ende des 19ten Jahrhunderts erfahren moechte, dem sei ein Besuch im lokalen Bandai Vulkan Museum angeraten. Das japanische Wetteramt hat auch sehr interessante Informationen zum Bandai-san auf ihrer Website (auf Englisch)

Es gibt mehrere Routen auf den Berg. Die einfachste und wohl beliebteste Route startet am Happodai 八方台登山口, welches sich direkt mittig der sogenannten Gold-Line ゴールドライン befindet, eine Bergstrasse die von Sueden nach Ura-Bandai fuehrt. Beim Happodai Eingang befindet sich ein relativ grosser Parkplatz, es sei aber trotzdem jedem geraten, so frueh wie moeglich zu kommen. Da der Bandai-san auch unter den 100 beruehmten Bergen Japans zaehlt, ist er extrem beliebt als Wanderziel.

Der Hike an sich ist nicht allzu schwer und den Gipfel erreicht man in ca. 2 Stunden. Auf dem Weg passiert man eine alte verlassene Huette in der Naehe einer heissen Schwefelquelle 温泉, das Naka-no-yu 中の湯. Ca. 20 Minutem vor em Gipfel erreicht man ein Plateau von dem es eine Gute Aussucht auf das Umland gibt. Von dort aus sind es dann nur noch ca. 20. Minuten bis zum Gipfel. Der Gipfel an sich bietet ebenso eine freie Sicht auf das Umland.

<1000m, <10km, 1-3h, 2021, Saitama

Tenkaku-san / 天覚山

Als Teil der sogenannten Hannou Alps 飯能アルプス liegt so ziemlich in der Mitte zwischen dem Izugatake und dem Tenran-zan 天覧山 der Tenkaku-san 天覚山. (Ich glaube der Begriff Alps ist in Japan allgegenwaertig und wird fuer alles was eine Aneinanderreihung von Bergen/Huegeln darstellt benutzt.) Waehrend der Berg nicht wirklich ein Meizan ist, hatte ich mich an einem heissen Sommermorgen entschlossen, das Stueck zwischen Higashi-Agano und Agano einmal abzugrasen. In der schwuelen Sommerhitze in Japan muss man echt aufpassen und ich empfehle jedem es nicht zu uebertreiben. An Tagen mit fast 35 Grad und maximaler Luftfeuchte wuerde ich maximal ein Halbtages-hike machen, das heisst fruehstmoeglichst los und versuchen vor der erdrueckenden Mittagshitze schon wieder auf dem Rueckweg sein. Der Tenkaku-yama eignete sich dabei sehr gut mit seinen nur ca. 2.5h von Bahnhof zu Bahnhof.

Vom Bahnhof Higashi-Agano geht es hinter dem Bahnhof entlang der Schienen bis man an den Schienenuebergang kommt. Auf der anderen Seite dann rechts am Holzbetrieb vorbei, dann links hoch und schon ist man am Anfang des Wanderweges (登山口). Der Weg hoch zum Tenkaku-san fuehrt einen Steilen Anstieg ca. 30-40 Minuten. Kurz danach ist man auch schon oben. Da der Berg nicht allzu hoch ist, faellt dies nicht sehr schwer.

Auf dem Tenkaku-san angekommen gibt es einige Baenke und auch eine unerwartet gute Aussicht auf die Umgebung. Man kann auf die markanten Spitzen Okutamas, wie zum Beispiel den Honita-san oder den Kawanori-yama schauen. An klaren Tagen kann man sogar in der Ferne den Fuji-san sehen. Nachdem man sich auf der Spitze des Tenkaku-san ausgerueht hat, geht, es weiter ueber die Ridge Richtung Ootaka-yama 大高山. Der Weg zum Ootaka-yama zieht sich ein wenig und ist sehr uneben, aber nicht sonderlig schwierig. Nach ca. 40 Minuten kommt man dann schliesslich auf dem Ootaka-yama an, welcher jedoch relativ unspektakulaer ist. Von dort ist der Weg Richtung Agano Station 吾野駅 ausgeschildert (nur Kanji). Steigt man Richtung Agano Station ab dann kommt man kurz vor de Bahnhof am lokalen Friedhof raus, an welchem Fuss sich auch die Agano Quelle 吾野湧水 (Agano Yuusui) befindet, welche mit Frischwasser aufwartet.

Hoehe:Tenkaku-san 天覚山: 445.5m / Ootaka-yama 大高山: 493m
Anfahrt:Higashi-Agano Station 東吾野駅 / Seibu Ikebukuro Line 西武池袋線
Laenge:~8km
Dauer:~2.5h
GPX:GPX Track
<1000m, 10-15km, 2021, 5-8h, Kanto 100, Saitama

Izugatake / 伊豆ヶ岳

Kurz hinter der Stadt Hanno 飯能 in der Japanischen Praefektur Saitama 埼玉県 beginnt das Berggebiet Oku-Musashi 奥武蔵. Die Bergkette in Hanno Region nennt man auch kollektiv die Hanno Alps, wobei der Vergleich mit den Alpen natuerlich bei unter 1000ern hier ein wenig hinkt. Einer der beliebesten Berge dieser Region ist der Izugatake 伊豆ヶ岳. An einem sonnigen Tag mitten in der japanischen Regenzeit wollte ich dem Kanto 100 Berg einen Besuch abstatten. In Japan ist es durchaus ueblich dass Bahngesellschaften die in Bergregionen fahren Wanderwege publizieren oder Broschueren an den Bahnhoefen verteilen, so auch Seibu Railways mit dem Izugatake.

Es gibt 2 empfohlende Hauptkurse. Der erste geht auf den Izugatake und auch wieder runter zum Shomaru Eki 正丸駅. Der zweite ist die Ueberquerung des Izugatake (伊豆ヶ岳を越える道) hin zur Agano Station 吾野駅. Da mir die erste Route zu kurz erschien entschied ich mich fuer die Ueberquerung. An einem sonnigen Tag waehrend der japanischen Regenzeit nutzte ich die Gunst der Stunde und fuehr nach Shomaru Station. Am Bahnhof angekommen geht es direkt rechts rum unter einem Tunnel durch und schon ist man auf dem Weg. Nach ca 20 Minuten geht der Wanderweg links ab. Zunaechst folgt man einem Fluss aufwaerts durch ein Waldstueck. Der Anstieg ist teilweise sehr steil, aber nicht allzu schwierig. Nach einer knappen Stunde kommt man dann auch schon auf dem Gorin-yama 五輪山 an. Gorin, “5 Ringe”, steht in Japan auch fuer Olympia. Treffend, dass ich den Hike fast genau ein Monat vor Beginn der Tokyo Olympics machte (die allerdings wegen Corona leider zur absoluten Farce avancierten). Auf dem Gipfel des Groin Yama befindet sich eine Bank, ansonsten ist es dort aber weniger spektakulaer.

Weiter geht es links an der Ridge entlang. Kurz vor dem Gipfel des Izugatake kommt man an eine Gabelung, die geradeaus auf den Otoko-saka (Maenner-Anstieg) zeigt, rechts ab die Umfuehrung ueber den Onna-saka (Frauen Anstieg). Die Bezeichnungen geben die Schwierigkeit der Route an, wobei der Onna-saka der leichtere ist. (Man trifft sehr oft und auf vielen Bergen in Japan auf diese Bezeichnungen.) Der Otoko-saka fuerht ueber eine sehr steile Felswand mit Klettereinlagen. Der Weg ist aktuell gesperrt wegen erhoehter Gefahr (Stand July 2021) und da es an den Tagen davor sehr stark geregnet hat, nahm ich auch den Onna-saka hinauf zum Izugatake. Der Gipfel des Izugatake ist ein mittelgrosser Fels, aber ansonsten gibt es weder Sicht noch Sitzmoeglichkeiten. Daher bin ich recht schnell weitergezogen. Der Izugatake ist der hoechste Gipfel auf der Route und ab hier geht es noch ueber 2-3 andere Erhoehungen bis man schliesslich in Agano ankommt. Der Weg dorthin zieht sich sehr und dauert mehrere Stunden. Am Ende des Wanderweges gibt es einen Tempel, den Nenogongen Tenryuji 子ノ権現天龍寺 bei dem vor dem Eingang rechts unten eine Hand-Statue plaziert ist, was aussieht wie in einem Freiluft Kunstmuseum. Bei der Tempelanlage gibt es auch ein paar Vending Machines, falls der Trinkvorrat knapp gewurden ist. Vom Tempel aus folgt man zunaechst der gepflasterten Strasse bis der Wanderweg nach Agano wieder rechts abgeht (ist ausgeschildert aber nur auf Kanji). Von dort aus sind es dann noch gute 3-4km und ne gute Stunde bis man am Bahnhof ankommt.

Hoehe:Gorin-yama 五輪山: 770m / Izugatake 伊豆ヶ岳: 851m / Komitake 古御岳: 830m / Takahata-yama 高畑山: 695m / Nakanozawa-no-to 中ノ沢ノ頭: 622m
Laenge:~15km
Anfahrt:Shomaru Station 正丸駅 (Seibu Ikebukuro Line 西武池袋線) ・ oder ueber Nishi-Agano Station 西吾野 oder Agano Agano Station 吾野駅 auf der gleichen Linie wenn man eine andere Route bzw. die Route in die entgegengesetzte Richtung nehmen moechte.
Dauer:~5h
GPX:GPX Track
<10km, 1-3h, 1500m-2000m, 2021, Gunma, Japan 200, Kanto 100, Local Fuji

Asamakakushi-yama / 浅間隠山

Der Asamakakushi-yama 浅間隠山 ist ein relativ einfach zu besteigender Berg mit Rundumblick auf den Asama-yama 浅間山 sowie das Umland. Der Wanderweg beginnt an einem Parkplatz an einer Bergstrasse (浅間隠山登山口駐車場) und der Anstieg dauert nur eine gute Stunde fuer geuebte Wanderer. Anfaenglich ist der Anstieg sehr leicht, nur die letzten 200-300 Hoehenunterschied wird es relativ steil. Sobald man am Bergkamm angekommen ist sind es nur noch 10 Minuten bis zum eigentlichen Gipfel, von welchem man eine formidable Aussicht auf das Umland hat.

Der Name des Berges ruehrt daher, dass er den Asama-yama 浅間山 (uebrigens der aktivste Vulkan auf der Hauptinsel Honsho) verdeckt (bzw. versteckt) wenn man aus den Ortschaften Higahishi-azuma 東吾妻 und Nakanojo-cho 中之条町 schaut (Kakushi 隠し = verstecken). Wegen seiner Form, traegt der Berg ebenso den Namen Kawaura-Fuji 川浦富士 sowie wegen der Doppelspitze auch den Namen Yahazu-yama 矢筈山.

Name:Asamakakushi-yama 浅間隠山
Alternative Namen:Kawaura-Fuji 川浦富士, Yahazu-yama 矢筈山
Hoehe:1756.7m
Laenge:~5.5km
Anfahrt:Auto bis nach Asamakakushi-yama Tozan-guchi Chushajo 浅間隠山登山口駐車場
Dauer:2-3h
Schwierigkeitsgrad:Einfach
Naechstes Onsen:Asamakakushi-onsen-kyo 浅間隠温泉郷
GPX:GPX Track
10-15km, 1000m-1500m, 2021, 3-5h, Gunma, Japan 200, Kanto 100

Arafune-yama / 荒船山

Der Arafune-yama 荒船山 ist ein beeindruckender Berg in der Naehe der japanischen Bergresort Stadt Karuizawa 軽井沢. Von der Ferne gesehen sieht der Berg aus wie ein grosser maechtiger Fels, ja fast schon wie ein grosses breites Schiff (jap Fune 船). Dementsprechend ist es nicht verwunderlich dass der Berg zu den 200 bereuehmten Bergen Japans gehoert.

Der Wanderweg nach oben ist nicht sehr schwierig und auch fuer Anfaenger geeignet. Der wohl beliebteste Weg started am Uchiyama Pass 内山峠, wo man bequem mit dem Auto hinkommt (Parkplatz ist nicht allzu gross aber einige Autos passen hin). Von dort aus sind es nur knappe 3km bis zum Gipfel. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und es gibt nur vereinzelt Klettereinlagen mit Seil/Ketten. An nassen Tagen sollte man daher auch hier etwas vorsichtig sein. Nach etwas mehr als einer Stunde wandern kommt man zum Tomo-iwa, welches nicht die Spitze ist aber eine sehr gute Aussicht bieten soll (leider nicht am Tag wo wir dort waren). Ungefaehr 30 minuten weiter schliesslich kommt man an eine Kreuzung, die den Weg zum Kyouzuka-yama 経塚山 aufzeigen, welches den hoechsten Punkt auf dem Atafune-yama markiert.

Der Berg ist uebrigens auch fuer eine tragische Geschichte bekannt. Im Jahr 2009 kam hier leider beim Wandern Yoshito Usui, der Erfinder des Mangas Crayon Shin-chan, durch einen Sturz von einer Klippe tragisch ums Leben.

Hoehe:1423m (経塚山/行塚山)
Anfahrt:Auto bis zum Uchiyama-Toge 内山峠
Laenge:~11.5km
Dauer:~4h
Schwierigkeit:Einfach
GPX:GPX Track
<1000m, 100 Blumenberge, 2021, Kanagawa, Kanto 100

Maku-yama / 幕山

Der Maku-yama 幕山 ist sowohl einer der 100 Kanto Berge als auf einer der 100 beruehmten Blumenberge in Japan. An einem vermeintlich bewoelktem Tag waehrend der Regenzeit in Japan machte ich mich auf, dem Berg einen Besuch abzustatten. Wenn man in Tokyo wohnt ist er sehr einfach zu erreichen, direkt mit der Tokaido Line 東海道線 bis in den Onsen-Ort Yugawara 湯河原駅 fahren und vom Bahnhof kann man laufen oder den Bus nehmen.

Ich entschied mich dafuer den Maku-yama hike mit dem daneben gelegenen Shiro-yama 城山 zu verbinden. Dafuer laeuft man vom Bahnhof zunaechst links raus bis man an eine Bahnunterfuehrung kommt und ab da ist dann der Weg schon ausgeschildert. Unter den Tunnel durch geht es dann eine normale Strasse stetig bergauf, bis man irgendwann nach etwas laengerer Zeit auf den eigentlichen Wanderweg 登山口 kommt. Auf dem Weg kann man bereits die kleine Halbinsel bei Manazuru 真鶴 von einigen Stellen sehen. Auf halber Strecke gibt es acuh einen kleine Abstecher zum Kabuto-iwa 兜岩, den ich zwar mitgenommen habe, aber der relativ unspektakulaer war.

Kurz vor dem eigentlichen Gipfel den Shiro-yama 城山 gibt es links eine kleine Eben mit Aussicht auf die Umgebung, vielen Ajisai Blumen 紫陽花 und einer ueberdachten Raststaette aus Holz in Pyramidenform. Weiter den Wanderweg entlang kommt man schliesslich auf der Bergspitze an, die relativ frei ist. Von dort hat man eine gute Sicht auf das Umland. Ein grosser Stein markiert die Ruinen der Burg des Hauses Doi 土肥​城址 aus der Kamakura-Zeit. Sitzmoeglichkeiten gibt es nicht wirklich aber ein kleiner Pavillon bietet Schutz vor der Sonne.

Vom Shiro-yama kann an weiter in Richtung Shitodo Hoehle しとどの窟 absteigen. Kurz vor der Hoehle kommt man an eine Strasse an einem Pass wo anscheinend ein beliebter Biker Parkplatz ist (als ich dort ankam ist gerade eine ganze Biker Gang angekommen, samt laut groehlender Motoren). Am Pass angekommen geht es links halb zurueck wieder weiter. Durch den Tunnel dann geht es direkt auf der rechten Seite Richtung Shitodo Hoehle しとどの窟. Der weg fuehrt direkt dort lang, aber man kann auch einen kleine Abstecher zu besagter Hoehle machen, was ich nur jedem empfehlen kann. Besonders an einem schwuelen Sommertag (wie es an dem Tag war wo ich dort lang bin) spendet die Hoehle ein willkommendes Mass an Kuehle und Feuchtigkeit. Die Hoehle ist auch relativ fotogen mit dem heruntertropfenden Wasser sowie den vielen buddhistischen Steinlaternen im Hintergrund. Folgt man dem Hauptpfad dann weiter nach unten kommt man nach nciht allzu langer Zeit an einer Strasse raus, die man Rechts weiterlaeuft. Ab hier laeuft man im Tal zwischen Shiro-yama sowie Maku-yama.

Auf halbem Weg durch das Tal befindet sich kurz vor dem Auto-Parkplatz auf der linken Seite der Beginn des Wanderweges 幕山登山口. Folgt man diesem, so fuehrt er zunaechst an einigen Felsen an denen Kletterer sich versuchen vorbei, bis es schliesslich bergauf geht. Der Maku-yama ist mit 626m nicht sehr hoch. Allerdings muss ich sagen dass mir die Strecke bis auf den Gipfel sehr lang und anstrengend vorkam. Das mag teilweise an der Sommerschwuele gelegen haben, teilweise daran, dass es im Zick-zack hochging, und auch teilweise daran, dass man vom Shiro-yama erst einmal fast komplett wieder herunter muss um dauf den Maku-yama zu steigen. Wie dem auch sei, auch einen 600m Berg sollte man nicht unterschaetzen.

Der eigentliche Gipfel des Makuyama ist sehr unspektakulaer. Nur in eine Richtung frei und es steht wirklich nur das Gipfelschild. Wenn man moechte, kann man auch einen 800m Rundgang um den Gipfel ein weniger weiter unten machen. Ich bin den Rundgagng gegangen aber es gibt dort leider keine bessere Sicht oder aehnliches. Hat man genug vom Maku-yama gesehen, kann man schliesslich den Wanderweg weiter zum Nango-yama 南郷山folgen. Auf halbem Weg passiert man Jikan Teich (自鑑水) mittel im Wald bis man nach kurzer Zeit schon auf dem Nango-yama ankommt. Die Spitze des Nango-yama ist auch weniger interessant, allerdings hat man beim Abstieg einer gute Sicht auf die Stadt, inklusive der umliegenden Bucht. An guten Tagen sollte man bis nach Izu-Oshima 伊豆大島 schauen koennen. Der Abstieg vom Nango-yama ist ziemlich unkompliziert, und fuehrt an einem Golfplatz entlang. Je weiter man ins Tal kommt, desto mehr Asphalt hat man under dem Fuessen und irgendwann kommt es einem vor als renne man ne ganze Weile den Asphalt hinunter. Rauskommen wird man am Goro Schrein 五郎神社, von wo es nicht mehr weit bus zum Fluss ist ist, der beide Berge (Shiro-yama und Maku-yama) voneinander trennt. Von dort aus dann geht es links wieder Richtung Yugawara Bahnhof. Fuer die gesamte Tour wuerde ich 5-6h einplanen.

Hoehe:Shiro-yama 城山: 563m, Maku-yama 幕山: 626m, Nango-yama 南郷山: 613m
Laenge: 5-6h
Anfahrt: Yugawara Station 湯河原駅, Tokaido Line 東海道線
1500m-2000m, 2021, Yamanashi

Hamaiba-maru / ハマイバ丸

Der Hamaiba-maru ハマイバ丸 ist, zusammen mit dem Okurataka-maru 大蔵高丸, einer der 12 bekannten Sichten auf den Fuji. Beide Spitzen liegen nur knapp 30 Wanderminuten voneinander entfernt, so dass man sie in der Regel zusammen besucht. Die Spitze des Hamaiba-maru ist, anders als der Okurataka-maru, nicht frei und durchaus mit Baeumen bewachsen. Jedoch ist die Fuji-Seite frei genug, um den Berg zu sehen. Ausserdem bluehen dort in der Naehe schone rote Azaleen.

Interessant ist weiterhin die Schreibweise des Berges. Waehrend er ueberall nur mit der Katakana Version ハマイバ丸 auftaucht, steht auf dem Gipfel auch ein Pfahl mit der Kanji Version: 破魔射場丸. Die Bedeutung des Bergnamens kommt anscheinend von dem Ort, an dem frueher Bewohner der Stadt Maki 真木 Hamaya 破魔矢(dekorative Pfeile) zeremoniell zum Neujahr aufgestellt wurden (射礼).

1500m-2000m, 2021, Yamanashi, Yamanashi 100

Okurataka-maru / 大蔵高丸

Der Okurataka-maru 大蔵高丸 ist ein Berg in Yamanashi 山梨県, der von der Chuo-line 中央線 sehr einfach zu erreichen ist. Man muss zunaechst nach Kai-Yamato 甲斐大和駅 fahren und von dort einen Eiwa Kotsu Bus 英和交通バス nehmen nach Tenmoku-Onsen 天目温泉 und von dort aus der Strasse rechts folgen bis man zum Yunozawa-toge gelangt, wovon es dann nur noch ein Spaziergang ist bis zum Okuratakamaru. Zu den Bussen sei gesagt, dass diese von Kai-Yamato zunaechst die Wanderer zu den hoeheren Stationen zum Daibosatsu befoerdern. Das heisst, dass wenn man den Busfahrern sagt, man moechte “nur” bis Tenmoku-Onsen, wird man gebeten erstmal zu warten, bis alle anderen eingestiegen sind um zu schauen ob dann noch Platz ist. Im Zeifelsfall muss man dann eventuell auf den naechsten Bus warten. Wie immer in Japan wird empfohlen sehr frueh an der Bahnstation zu sein, da der Daibosatsu ein enorm beliebter Berg ist und die Busse sehr schnell voll sind. Alternativ kann man mit dem Auto auch direkt bis hoch zum Yunozawa-toge fahren.

Entscheided man sich vom Onsen bis zum Yunozawa-toge zu laufen, dann laeuft man eine ganze weile (ca. 1.5h) an einer Strasse entlang die irgendwann zu dem eigentlichen Wanderweg fuehrt. Auf dem Weg dahin passiert man eine verlassenen Huette inklusive kaputtem und verrostetem Auto. Vom Yunozawa-toge dann geht es mehr oder weniger geradeaus fuer 30-40 Minuten bis man auch schon auf der Spitze des Okuratakamaru steht. Die Spitze bietet eine sehr freie Sicht und bei gutem Wetter hat man eine der wohl besten SIchten auf den Fuji-san in der Region, welche gleichzeitig auch eine der 12 beruehmten Fuji-sichten der Stadt Otsuki ist. (Am Tag als wir dort waren war leider keine Sicht wegen der anhaltenden Regenzeit.) Von der Spitze kann man dann einfach weiter zum Hamaiba-maru ハマイバ丸 wandern, der auch nur ca 30 Minuten weiter liegt.

Hoehe: 1781m
Anfahrt: Auto: entweder von O-toge (大峠) [wenig Parkplaetze] oder vom Yunozawa-toge Parkplatz (湯ノ沢峠駐車場)
Bahn: von Kai-Yamato Station 甲斐大和駅 mit Eiwa Kotsu Bus 英和交通バス nach Tenmoku Onsen 天目温泉 und von dort die Strasse in Fahrrichtung weiterlaufen und nach 5 Minuten die Strasse nach Rechts nehmen und den Berg bis zum Yunozawa-Toge 湯の沢峠 hochlaufen, dann am Toge rechts abbiegen.
1500m-2000m, 2021, Yamanashi

Kuro-dake / 黒岳

Der Kuro-dake 黒岳 liegt zwischen Koganezawa-yama 小金沢山 sowie dem Okuratakamaru 大蔵高丸, welches beides zu den beruehmten 12 Fuji Aussichten der Stadt Otsuki gehoeren. Den Namen Kuro-dake tragen dabei mehrere Berge in Japan, unter anderem ein sher bekannter Berg in der Fuji Go-ko Region.

Wenn man mit dem Auto anreist, ist der einfachste Weg bis zum Yunozawa-toge hochzufahren und von dort aus ca. 1h auf den Berg zu wandern. Der Weg fuehrt zudem am Shirayanomaru 白谷ノ丸 vorbei, welcher auf einer sehr schoenen Hocheben liegt. Bei gutem Wetter kann man von beiden Bergen wohl die Aussicht auf den Fuji geniessen. Als ich dort oben war gab es leider wegen der anhaltenden Regenzeit im Juni diese Aussicht nicht. Auf der gleichen besagten kleinen Hochebene befindet aic auch der Shirayakomaru 白谷小丸. Beide Shiraya-Berge gehoeren nicht zu den lokalen Meizan, weshalb ich sie hier zusammen mit dem Kuro-dake auffuehre, beide sind jedoch absolut einen Abstecher wert.

Hoehe:Kuro-dake: 1987.5m, Shirayamaru: 1920m, Shirayakomaru: 1895m
Anfahrt:Auto: entweder von O-toge (大峠) [wenig Parkplaetze] oder vom Yunozawa-toge Parkplatz (湯ノ沢峠駐車場)
Bahn: von Kai-Yamato Station 甲斐大和駅 mit Eiwa Kotsu Bus 英和交通バス nach Tenmoku Onsen 天目温泉 und von dort die Strasse in Fahrrichtung weiterlaufen und nach 5 Minuten die Strasse nach Rechts nehmen und den Berg bis zum Yunozawa-Toge 湯の沢峠 hochlaufen, dann am Toge links abbiegen [Achtung: sehr langer Weg, ca 2h bis zum Toge, dann nochmal 1h bis zum Kuro-dake].
1500m-2000m, 2021, Yamanashi

Ushiokuno-gangaharasuriyama / 牛奥ノ雁ヶ腹摺山

Ein Berg, dessen Namen nicht haette laenger sein koennen: Ushiokuno-gangaharasuriyama 牛奥ノ雁ヶ腹摺山. Mit ganzen 14 Silben ist es wohl damit auch der Berg mit dem laengsten Namen in Japan. Ueber die Bedeutung des Rinds 牛 bin ich mir nicht sicher, aber der Berg teilt den letzten Teil des Namens mit zwei anderen Bergen in der Naehe (der Gangaharasuriyama 雁ヶ腹摺山, sowie den Sasago-gangaharasuriyama 笹子雁ヶ腹摺山. Der Berg gehoert weiterhin zu den 12 bekannten Fuji-Sichten der Stadt Otsuki.

Da die Spitze des Berges nur ca. 30 Minuten ueber den Bergkamm vom grossen Nachbarn, den Koganezawa-yama 小金沢山, entfernt ist, ist es ratsam diese zwei Berge in einer Tour einzuplanen. Fuer allgemeine Infos zum erklimmen des Koganezawa-yama, folge diesem Link.

2000m-2500m, 2021, Yamanashi, Yamanashi 100

Koganezawa-yama / 小金沢山

Wer schon einmal in der Naehe des Daibosatsu-rei 大菩薩嶺 war, der wird auf der Karte bestimmt auch auf den Koganezawa-yama 小金沢山 gestossen sein. Fuer die meisten ist die Anfahrt die gleiche. Wenn man aus Tokyo kommt, geht es zunaechst mit der Chuo-sen 中央線 vorbei an Otsuki 大月市 bis nach Kai-Yamato 甲斐大和. Von dort aus bringen Busse der Firma Eiwa-Kotsu 栄和交通 die Wanderer in die Berge rund um den Daibosatsu. Ein Wort der Warnung: Selbst mit der ersten Bahn steigen fast 80% der Leute in Kai-Yamato aus, was die Busse enorm ueberfuellt. Offiziell faehrt der erste Bus Richtung Daibosatsu- Kamihikawa-Toge 大菩薩上日川峠 erst nach 8 Uhr morgens. Allerdings war an dem Tag als wir dort waren der Bus schon frueher gestartet, da mit der ersten Bahn um 7:38 bereits enorm viele Leute angekommen waren.

Moechte man zum Koganezawa-yama, empfehle ich an der Station Koyadaira 小屋平 aussteigen (Buspreis bei 970Yen von Kai Yamato Station, Stand 6/2021), und von dort den Anstieg Richtung Ishimaru-Toge 石丸峠 nehmen. Koyadaira liegt bereits auf ueber 1500m hoehe so dass man von dort nur noch das letzte Viertel an Anstieg vor sich hat. In ca 1h ist man dann auch schon oben am Bergkamm und kann sich zwischen Links (Richtung Daibosatsu-rei) sowie Rechts (Richtung Koganezawa-yama) entscheiden. Entlang des Bergkammes nach rechts wird man vom Blick auf den Fuji weitgehend begleitet. Nach kurzer Zeit kommt man an einen Berg, dessen Spitze man leicht uebersehen kann: den Tengudana-yama 天狗棚山 mti immerhin stolzen 1957m. Geht man den Bergkamm weiter geradeaus dann trifft man relativ bald auch auf den Koganezawa-yama, der einen sehr schoenen offenen Blick auf den Fuji gewaehrt. Von der Spitze geht es dann ein wenig abwaerts bis man in ca 30 Minuten auch den Berg mit dem laengsten Namen in Japan erreicht: den Ushiokunogangaharasuri-yama 牛奥ノ雁ヶ腹摺山.

Vom Ushiokunogangaharasuriyama kann man dann wieder in Richtung Daibosatsu Stausee 大菩薩湖 absteigen. Bei dem Abstieg passiert man ein fast abgestorbenes Waldstueck und hat formidable Aussicht auf den Fuji-san. (Achtung: wenn man auf eine Strasse trifft, muss man ein wenig rechts entlang laufen, damit man nach einigen hundert Metern den Pfad weiter durch den Wald auf der linken Seite findet.) Beim Daibosatsu-ko Bus Stop angekommen kann man wahlweise noch den nur 200m Fussweg entfernten Staudamm besichtigen, von dem man eine wunderbare Aussicht auf den Koganezawa-yama sowie den Daibosatsu-rei hat.

Hoehe:2014m
Laenge:~4.5h
Bus Timetable:Link
Bus Fare:Link
Anfahrt:Kai-Yamato (JR Chuo Line) / 甲斐大和駅(JR中央線)-> Koyadaira (Eiwa Kotsu Bus Station) / 小屋平(栄和交通バス停)
GPX Track:Link

<1000m, 2021, Kanagawa

Sengen-yama / 仙元山

Auf der noerdlichen haelfte der Miura Halbinsel 三浦半島, nur unweit von Tokyo, gibt es ein paar kleinere Berge/Huegel, die fuer Anfaenger gut geeignet sind. Der Sengen-yama 仙元山 is teiner davon. Mit nur 118m ist der Berg freilich nicht sehr schwer zu besteigen. Man kann mit der Yokosuka-sen 横須賀線 bis zum Bahnhof Zushi 逗子 fahren und von dort nach Sueden laufen hindurch einen Tunnel, dann vor dem zweiten  Tunnel scharf rechts ab und von dort aus geht der Trailhead los. Zunaechst eine gepflastertete Strasse, wird es irgendwann ein Wanderweg. Nach geschaetzen 15-20 Minuten ist man auch schon oben.

Das Gute jedoch ist die Sicht. Man hat eine relativ freie Sicht auf die Westseite des Berges und ueberblickt Shounan 湘南 mit seinen mehreren Straenden, Enoshima 江ノ島 und an klaren Tagen duerfte man sogar den Fuji sehen koennen (leider nicht am Tag als wir da waren).